Er steht geschmückt im Wohnzimmer, duftet nach Wald und Weihnachten. Doch woher die Nordmanntanne neben dem Sofa wirklich kommt, wissen die wenigsten. Eine neue Auswertung von IT.NRW zeigt: Zwar gibt es in NRW große Weihnachtsbaumkulturen, dennoch reicht die heimische Produktion nicht aus. Ein erheblicher Teil der Bäume kommt von außerhalb.
Weihnachtsbäume sind in Nordrhein-Westfalen längst ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Ende 2024 umfassten die Weihnachtsbaumkulturen im Land rund 6490 Hektar, beziehungsweise 65 Quadratkilometer. Damit sind sie größer als Herne, aber kleiner als Remscheid. Die amtliche Statistik erfasst keine Stückzahlen. Fest steht jedoch, dass Nordrhein-Westfalen das wichtigste Herkunftsland bleibt – rund jeder dritte in Deutschland verkaufte Christbaum stammt von hier.
Weihnachtsbäume sind in Nordrhein-Westfalen längst ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Ende 2024 umfassten die Weihnachtsbaumkulturen im Land rund 6490 Hektar, beziehungsweise 65 Quadratkilometer. Damit sind sie größer als Herne, aber kleiner als Remscheid. Die amtliche Statistik erfasst keine Stückzahlen. Fest steht jedoch, dass Nordrhein-Westfalen das wichtigste Herkunftsland bleibt – rund jeder dritte in Deutschland verkaufte Christbaum stammt von hier.
Weihnachtsbaum-Anbau in NRW: Wo die Tannen wirklich wachsen
Wer wissen will, wo die Weihnachtsbäume Nordrhein-Westfalens wachsen, muss ins Sauerland fahren. Dort liegen die mit Abstand größten zusammenhängenden Anbauflächen des Landes. Schmallenberg führt die Statistik an, mit 1064 Hektar, gefolgt von Bestwig (771 Hektar), Eslohe (685 Hektar) und Finnentrop (402 Hektar). Allein diese vier Kommunen vereinen mehr Fläche als der gesamte Rest NRWs zusammen.

Die Top-Regionen bilden einen klaren geografischen Korridor, der sich von Schmallenberg über Meschede und Olsberg bis hinunter nach Lennestadt und Sundern zieht.
Außerhalb des Kerngebiets ist der Weihnachtsbaumanbau kaum von Bedeutung. Im Rheinland, im Münsterland, in Ostwestfalen und in den Ballungsräumen des Ruhrgebiets gibt es nur vereinzelt Gemeinden mit kleinen Anbauflächen; in der großen Mehrheit der Kommunen findet kein Anbau statt.

Trotz der großen Anbauflächen kann NRW den eigenen Bedarf nicht vollständig decken. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) wurden 2024 auf Grundlage der Außenhandelsstatistik mehr als 750.000 frische Weihnachtsbäume im Wert von 9,5 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen importiert. Das Importvolumen lag damit um rund 4800 Bäume (oder knapp ein Prozent) unter dem Vorjahreswert.
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Händler verkaufen daher sowohl Bäume aus dem Sauerland als auch Importware. Gleichzeitig liefern Produzenten aus Nordrhein-Westfalen erhebliche Mengen ins Ausland. NRW ist Tannenland. Und doch reicht das nicht. Zwischen regionalem Anbau und internationalen Lieferketten zeigt sich: Selbst das wohl traditionellste Produkt des Jahres folgt den Regeln eines globalen Marktes.
Niederlande ist der größte Abnehmer im Ausland
Nordrhein-Westfalen exportiert den Großteil seiner Weihnachtsbäume in die Niederlande. Dort liegen die Ausfuhrmengen seit 2022 stabil bei rund 2800 bis 2900 Tonnen. Andere
Länder spielen eine deutlich kleinere Rolle. Die Schweiz, Lettland und Litauen nehmen nur geringe Mengen ab. 2024 sticht Rumänien hervor: Die Exporte steigen dort auf mehr als 1200 Tonnen. Dänemark und Tschechien bleiben Randmärkte.

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NRW importiert hunderttausende Weihnachtsbäume
Ganz ohne Importe kommt auch NRW nicht aus. Mit einem Anteil von 81 Prozent war Dänemark 2024 erneut das wichtigste Herkunftsland für eingeführte Weihnachtsbäume: Vier von fünf importierten Bäumen stammten von dort.
Insgesamt importierte Deutschland knapp 617.000 frische Weihnachtsbäume aus Dänemark. Der Warenwert lag bei 8,2 Millionen Euro. Die Niederlande und Polen folgten mit deutlichem Abstand: Beide Länder kamen jeweils auf rund neun Prozent Marktanteil, was etwa 68.000 gelieferten Bäumen entspricht.






