Die Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Wirtschaft können aufatmen: Die bestehenden US-Strafzölle werden von 39 auf 15 Prozentpunkte gesenkt. Noch vor Kurzem hatte US-Präsident Donald Trump der Schweiz die vergleichsweise hohen Zölle aufgetragen – mehr als doppelt so viel wie die 15 Prozent, die Firmen aus der Europäischen Union für ihre Exporte in die Vereinigten Staaten bezahlen müssen.
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Geschenke für Trump: Rolex-Uhr und Gold aus der Schweiz
Am Freitag sagte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer in einem Interview auf CNBC: „Wir haben einen Deal mit der Schweiz.“ Trump selbst soll im August in einem Telefonat mit der Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter gesagt haben, dass ein Land mit neun Millionen Einwohnern, das mit einem Land mit 340 Millionen Einwohnern Handel betreibt, keinen Überschuss von 40 Milliarden Dollar erzielen kann. Das könne nicht mit rechten Dingen zugehen.
Ein paar Tage zuvor soll eine kleine Gruppe von Schweizer Unternehmern im Oval Office gesessen haben, wie die „Zeit“ berichtet. Der Rohstoffhändler Daniel Jaegii von Mercuria, der Reederei-Chef Diego Aponte von MSC, der Rolex-CEO Jean Frédéric Dufour und der Private-Equity-Milliardär Alfred Gantner, Gründer der Partners-Group, sollen vor Trump gesessen haben und ihn beschenkt haben. Unter den Gaben sollen eine 20.000 bis 40.000 Franken teure Rolex-Uhr sowie ein speziell geprägter Goldbarren gewesen sein.
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Schweiz will 200 Milliarden Franken in Übersee investieren
„Danke, Präsident Trump für das konstruktive Engagement“, twitterte die Schweizer Regierung kurz nach der Bekanntgabe des Deals. Ihr Wirtschaftsminister Guy Parmelin flog persönlich nach Washington, um die Details zu klären. Er erklärte nach seiner Rückkehr in Bern: „Die Schweiz hat einen Zolltarif von 15 Prozent erhalten. Damit wird unsere Wirtschaft mit der Konkurrenz aus der EU gleichgestellt.“ Die genauen Details sind aber noch nicht bekannt.
Bis 2028 werde die Schweizer Wirtschaft 200 Milliarden Franken in den USA investieren, 80 Milliarden davon soll die hiesige Pharmaindustrie beisteuern. Der Flugzeughersteller Pilatus soll ein neues Werk in den USA bauen, Schweizer Goldraffinerien wollen ebenfalls ein Teil ihrer Produktion in die Vereinigten Staaten verlagern, um dort Kilo- in Unzen-Barren umzuschmelzen.
fmg/jan



