Die schwarz-rote Bundesregierung will die Altersvorsorge – und schon bei den Jüngsten mit der Förderung beginnen. Die Details der Pläne sind noch nicht klar, doch die Umrisse sind bekannt. Das Päckchen für Kinder ist die Frühstart-Rente. Jeden Monat will der Staat Kindern zwischen sechs und 18 Jahren künftig zehn Euro geben, die in einem speziellen Depot angelegt werden. Sind die jungen Leute erwachsen, dürfen sie das Ersparte nicht gleich wieder ausgeben. Erst im Rentenalter ist das möglich. Die Erträge aus der Geldanlage bleiben bis zur Altersgrenze steuerfrei. Die Koalition hofft, dass die jungen Leute auch nach dem 18. Geburtstag weiter sparen und eigenes Geld in den Vermögensaufbau stecken.

Neben der Frühstart-Rente wird auch die bisherige Riester-Rente verändert. Denn die bisherigen Regelungen zur Förderrente haben sich nicht bewährt. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge geht seit Jahren zurück. Inzwischen zahlen noch rund 15 Millionen Berechtigte in einen Vertrag ein. Da die private Vorsorge in Zukunft noch wichtiger werden wird, will die Bundesregierung nun attraktivere Bedingungen dafür schaffen.

Rente: Von neuer Förderung sollen kleine und mittlere Einkommen profitieren

Die Pläne der Koalition sind bisher nur in Umrissen bekannt. „Mit einem Altersvorsorgedepot sollen die Bürgerinnen und Bürger künftig unbürokratisch und kostengünstig am Kapitalmarkt für ihr Alter vorsorgen können“, sagt ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Für mehr Orientierung bei der Anlageentscheidung werde es ein Standardprodukt geben. Gleichzeitig sollten von einer möglichst einfachen steuerlichen Förderung insbesondere Altersvorsorgende mit kleinen und mittleren Einkommen profitieren. „Die Reform der privaten Altersvorsorge soll noch im Jahr 2025 im Kabinett beschlossen werden“, so der Sprecher. 

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Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) plädiert für eine möglichst einfache Vorsorge. „Dazu zählt, dass das Geld künftig kapitalmarktnah, breit diversifiziert und kostenarm angelegt wird“, erläutert Finanzexpertin Dorothea Mohn. Dafür kämen kostenarme Investmentfonds infrage. Zusätzlich sei es wichtig, dass nicht länger hohe Provisionen für den Vertrieb die Rendite so massive wie heute reduzieren. „Der Königsweg wäre ein öffentlich organisierter, aber trotzdem privater Fonds, in den alle Sparer einzahlen“, sagt Mohn. Eine Alternative dazu wären einfache Standardprodukte, bei denen die Art der Anlage, Kosten usw. zum Nutzen der Sparer reguliert sind.

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Auch der Sachverständigenrat der Bundesregierung plädiert für eine standardisierte Zusatzvorsorge über Fonds. Dabei soll auch der Staat selbst einen einfachen Fonds verwalten. Wie in Schweden könnten die Sparer dann von den hohen Renditen an den Aktienmärkten profitieren. Mit zunehmenden Alter sieht das Konzept der Wirtschaftsweisen dann eine Verringerung des Anteils an risikoreicheren Anlagen vor.