Rund 8.500 Starlink-Internetsatelliten des privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX befinden sich zurzeit im Weltall. Von ihnen sollen laut dem Onlinemagazin Golem täglich im Durchschnitt fast zwei Satelliten abstürzen. Sie schwirren schwarmartig in einer sogenannten Megakonstellation im erdnahen Weltraum herum – dabei soll die Konstellation in den kommenden Jahren auf bis zu 30.000 Starlink-Satelliten ausgebaut werden.
Noch mehr Abstürze am Tag denkbar: Die Megakonstellationen werden ausgebaut
Andere große Unternehmen wie die Project-Kuiper-Konstellation von Amazon oder die chinesischen Internetsatellitennetze „Qiafan“ oder „Guowang“ würden ebenfalls zurzeit ausgebaut werden. Laut Golem prophezeit der Astrophysiker Jonathan McDowell vom „Harvard Smithsonian Center for Astrophysics“ in geraumer Zukunft bis zu fünf Abstürze solcher Satelliten täglich. Das würde das Risiko einer möglichen Kollision in der erdnahen Umlaufbahn erhöhen.
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Eine unkontrollierte Kettenreaktion, auch Kessler-Syndrom genannt, könnte eintreten und große Mengen an Weltraumschrott zur Folge haben. Die Erdatmosphäre könne ebenso wie die Erdoberfläche darunter leiden. Laut einer US-Forschungsgruppe könnten im Jahr 2040 bereits ungefähr 10.000 Tonnen Aluminiumoxid in die Erdatmosphäre eintreten und die Temperaturen der obersten Atmosphärenschicht um 1,5 Grad Celsius erhöhen. Darunter leide dann auch die Ozonschicht.
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Bei etwa dem Eintreten eines Sonnensturms könnten abgebrochene Teile eines großen Satelliten mit kleineren kollidieren und zu unberechenbaren Geschossen im Weltall werden. Bei einer Megakonstellation von 30.000 Starlink-Satelliten würde ein Ausfall von einem Prozent zu 300 unkontrollierbaren Satelliten führen. Kleineren Satelliten wird eine Lebensdauer von etwa fünf Jahren zugesprochen, große sind auf knapp 25 Jahre ausgelegt.
fmg/jan




