Der Aral-Mutterkonzern BP Europa SE will seinen Raffinerie-Standort Gelsenkirchen grundlegend modernisieren und dafür zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen. Das kündigte Vorstandschef Wolfgang Langhoff bei einem Auftritt vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung (WPV) in Düsseldorf an. Geplant sind unter anderem Investitionen in neue Großtanks am Stadthafen Gelsenkirchen, eine Umrüstung der Raffinerietechnik und eine Modernisierung des Stromnetzes. Fackelaktivitäten, die Ärger bei den Anwohnern auslösen, sollen künftig seltener werden. Verbesserungen strebt BP nach Darstellung von Langhoff außerdem bei der Luftreinhaltetechnik in den Raffinerien an.

Mit rund 2000 Beschäftigten gehört der BP-Komplex in Gelsenkirchen zu den größten Industriestandorten in Deutschland. Die BP Europa SE – Muttergesellschaft von Deutschlands größter Tankstellenkette Aral – stellt in den konzerneigenen Anlagen unter anderem Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl und Produkte für die Chemieindustrie her. Eine weitere BP-Raffinerie befindet sich in Lingen. Mit den Marken Aral, BP und Castrol bedient der britische Mineralölkonzern eigenen Angaben zufolge knapp ein Viertel des Jahresbedarfs in Deutschland.