Essen. Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky greift nicht einfach nach der Macht bei der Metro – er will den Traditionskonzern ganz erwerben und von der Börse nehmen. Mit dieser Ankündigung in seinem am Mittwoch offiziell vorgelegten Übernahmeangebot wagt der schillernde Investor die Konfrontation mit den verbliebenen Aktionären. Er will sie sämtlich aus dem im MDax notierten Handelsunternehmen herauskaufen.

Während sich die frühere Metro-Mutter Haniel bereits verpflichtet hat, ihre verbliebenen gut 15 Prozent an der Metro vollständig an Kretinsky zu verkaufen, wollen andere Eigner an ihren Metro-Aktien festhalten. Allen voran die Meridian Stiftung der Duisburger Händlerfamilie Schmidt-Ruthenbeck will sich nach Informationen dieser Zeitung von ihren knapp 15 Prozent nicht trennen. Sie fühle sich der Metro weiter verbunden, hieß es. Die Stiftung des verstorbenen Mülheimer Unternehmers und früheren Metro-Gesellschafters Otto Beisheim hält noch 6,56 Prozent, sich zu Kretinskys Angebot bisher aber bedeckt. Kretinsky gibt an, sich bisher 32,7 Prozent der Anteile gesichert zu haben.