Umsonst ist nicht mal der Tod
Oberhausen.
„Kaffeefahrt ins Krematorium.“ Schmunzelnd streicht Karl Schumacher über den Zeitungsartikel von 2004, den er in seinem Notizbuch aufbewahrt. Alle hätten damals über ihn geschrieben. Der Bestatter aus Oberhausen lehnt sich im Bürostuhl zurück. „Sogar ein Reporter der ‚New York Times‘ ist mitgefahren.“ In einem Bus, 12,50 Euro pro Person, vom Ruhrgebiet zum Krematorium im niederländischen Venlo. Eine Informationsfahrt für künftige Kunden, um sich über billige Einäscherungen zu erkundigen. Tja, meint der 66-Jährige, vielleicht habe er schon viel früher als alle anderen bemerkt, wie sich die Branche wandelt.

