Videotalk / Folge 149

Grüne warnen vor russischen Fake News im Wahlkampf

| Lesedauer: 3 Minuten
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 149

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Dub 19 Die Chefivisite mit Tobias Lindner und Bernd Renz

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Essen.  Im Videotalk warnt Grünen-Bundestagsabgeordneter Lindner vor "Wahlbeeinflussung aus Russland". Und: Zeit sei reif für Diskussion um Tempolimit.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Tobias Lindner warnt vor einem Wahlkampf zur Bundestagswahl mit „Desinformation und Wahlbeeinflussung, wie wir es noch nie erlebt haben“. Russland habe offenbar bereits die Kanzlerkandidatin seiner Partei, Annalena Baerbock ins Visier genommen, sagt Lindner im täglichen Videocast „19 – die Chefvisite“.

Angebliche Nacktbilder von Baerbock hätten sich als Fälschung auf Basis von Fotos eines russischen Models entpuppt. Hintergrund der Kampagne könnte die „grüne Haltung zu Nord Stream 2“ sein, so Lindner. Die Partei lehnt diese Pipeline ab, die russisches Erdgas nach Deutschland liefern soll. „Das zeigt, wie der Wahlkampf laufen kann“, mahnt der sicherheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

"Zeit ist reif für Diskussion über Tempolimit auf Autobahnen"

Auf ihrem Parteitag am Wochenende haben die Grünen ihr Wahlprogramm verabschiedet – darin findet sich auch die Forderung nach einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen. „Die Zeit ist reif für diese Diskussion“, sagt Lindner. Fahren ohne Tempolimit gebe es fast nirgends sonst in Europa.

Die „heilige Kuh Tempolimit“ gehöre geschlachtet. Das fordere im Übrigen auch die SPD. Die Grünen wollten aber nicht nur mit Verboten gegen den Klimawandel vorgehen. Entscheidend ist dabei aus Lindners Sicht die „Förderung von E-Mobilität und anderen CO-freien Antriebstechniken“.

Targobank-Vertriebsleiter glaubt nicht an Pleitewelle

Gute Perspektiven für die deutsche Wirtschaft sieht Bernd Renz, Vertriebsleiter Factoring bei der Targobank in Mainz. „Wir glauben nicht an eine Pleitewelle“, sagt Renz in der Sendung. Aber: „Die Kneipe am Eck und die kleine Textilboutique ohne Onlinepräsenz werden es nach der Pandemie schwerer haben.“

Auch die Targobank setze auf Unternehmen, die sich stärker dem Kampf gegen den Klimawandeln widmeten. So gebe es bankintern eine Schwarze Liste von Unternehmen aus „sehr schwierigen Branchen“, mit denen die Bank keine Geschäfte machen wolle. Als Beispiel nennt Renz Öl- und Erdgasförderung per Fracking oder die Kohleverstromung.

Am 15. Juni erscheint "19 – die Chefvisite“ zum 150. Mal

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Im 150. Videocast am Dienstag, den 15. Juni, sind Manuel Müller, Chef des Matratzenherstellers Emma, Sascha van Holt, Geschäftsführer bei Crossatlantic Capital Management, und Marc Wittbrock, Geschäftsführer des Deutschen Innovationsinstituts für Nachhaltigkeit und Digitalisierung, als Talk-Gäste dabei. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUP-magazin.de.

Eine Sammlung der bisherigen Sendungen gibt's auf der Themenseite zur "Chefvisite"

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