Digitalisierung

Schüler in Witten lernen Umgang mit digitalen Spielen

Talha (v.l.), Nico, Ahmet und Semih vom Schiller-Gymnasium in Witten haben am sogenannten Smart Camp teilgenommen.

Talha (v.l.), Nico, Ahmet und Semih vom Schiller-Gymnasium in Witten haben am sogenannten Smart Camp teilgenommen.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Zwei Tage lang haben sich Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums in Witten mit Gaming und Gambling befasst. Was sich dahinter verbirgt.

Zwei Tage lang (27./28.10.) haben 90 Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums in Witten den richtigen Umgang mit Spielen im Netz gelernt. Beim sogenannten Smart Camp stand unter der Schirmherrschaft des Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Rainer Bovermann vor allem das Gaming und Gambling im Fokus.

Wie das Gaming, das „normale Spielen“, verlagert sich auch das Gambling, also das Glücksspiel, zunehmend ins Netz. „Überall und jederzeit auf dem Smartphone spielen zu können - das gehört für die meisten Kinder und Jugendlichen mittlerweile zum Alltag“, sagt Bovermann. Deshalb sei ein souveräner und reflektierter Umgang mit Spielen umso wichtiger.

Schüler vom Schiller-Gymnasium in Witten arbeiten in Workshops

An zwei Tagen wurde sich etwa mit Fragen wie „Wie kann ich Stress oder Sucht vermeiden?“, „Wie schütze ich meine Daten?“ oder „Wie erkenne ich unseriöse Anbieter?“ auseinandergesetzt. Neben Vorträgen konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und in verschiedenen Workshops gemeinsam mit bekannten Social-Media-Stars eigene Beiträge erstellen.

Entwickelt wurde das Konzept von der digitalen Bildungsinitiative BG3000 in Kooperation mit Westlotto und dem TÜV Rheinland. „Es liegt eine Riesenchance darin, sich die Faszination von Jugendlichen für Gaming zunutze zu machen und damit konstruktiv Lern- und Empathievermittlung zu betreiben“, sagt BG3000-Gründerin Simone Stein-Lücke.

Schulleiter freut sich über das Camp

Auch Dieter Nientiedt, stellvertretender Schulleiter des Schiller-Gymnasiums, freut sich über das Konzept. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Smart Camp versierte Experten gewinnen konnten, die unseren Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für kritische Inhalte und Fallstricke vermitteln.“ Denn trotz aller Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Netz seien sich viele Schüler häufig nicht bewusst, welche Gefahren in der digitalen Welt lauern.

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