Kulturpolitik

Bücherei-Gebäude wechselt Besitzer

Der Altbau an der Ruhrstraße mit der Stadtbücherei gehört jetzt Philip Lehmann, Eigentümer der Internetfirma „Crosscan“, die die erste Etage bereits angemietet hatte.

Der Altbau an der Ruhrstraße mit der Stadtbücherei gehört jetzt Philip Lehmann, Eigentümer der Internetfirma „Crosscan“, die die erste Etage bereits angemietet hatte.

Foto: Walter Fischer

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Witten.  Der Kaufvertrag ist notariell besiegelt. Das Büchereigebäude an der Ruhrstraße 48 gehört seit Montag (27.5.) offiziell Philip Lehmann.

530 000 Euro sollen nach Informationen unserer Zeitung bezahlt worden sein. Zwei Jahre lang hatte der Gründer der Internetfirma „Crosscan“ auf das Ergebnis der Bürgerwerkstatt zur Zukunft der Stadtbibliothek gewartet. Nachdem im Frühjahr der geplante Bürgerentscheid für unzulässig erklärt worden war, hatte der Verwaltungsrat des Kulturforums am 22. Mai grünes Licht für den Verkauf gegeben. Danach musste alles schnell gehen: Am 1. Juni wäre Lehmanns Kaufangebot abgelaufen.

Jetzt wartet der 32-Jährige noch auf den Grundbucheintrag, um mit der Renovierung des Altbaus beginnen zu können. „Die Handwerker stehen schon in den Startlöchern.“ Zuerst kämen die Außenwände an die Reihe. In den nächsten Wochen werde dafür ein Gerüst aufgebaut. „Mit einem speziellen Verfahren wird die Fassade dann besonders schonend und mit Rücksicht auf den Denkmalschutz gereinigt“, sagt der junge Investor, der mit seiner Firma bereits die erste Etage angemietet hat.

Lichtkunst an der Fassade

Beauftragt hat er die gleiche Firma, die den Bahnhof renovieren wird. An der Bücherei-Fassade gibt es bröckelnde Stücke, offene Fugen und lose Platten. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, will Lehmann das Gebäude neu in Szene setzen. „Ich habe einen Lichtkünstler gefunden, der eine Installation vorbereitet.“

Die Bücherei soll bis zum 31. Mai 2016 als Mieter im Gebäude bleiben. Sollte der geplante Anbau an das Märkische Museum bis dahin nicht fertig sein, strebt das Kulturforum eine Verlängerungsoption um weitere sechs Monate an. Bis zur Sitzung des Verwaltungsrats im Juli soll es einen genauen Zeitplan zur Vorbereitung des Anbaus an der Husemannstraße vorlegen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben