Kreative Ideen

Mülheimer werden mit Kreativkraftpreis ausgezeichnet

Das Mülheimer Kreativteam: Andreas Schmelzer, Jürgen Schardt, Francesca Lo Vasco, Hermann Rokitta, Maximilian Bischoff

Das Mülheimer Kreativteam: Andreas Schmelzer, Jürgen Schardt, Francesca Lo Vasco, Hermann Rokitta, Maximilian Bischoff

Foto: OH

Mülheim.   Im Ringlokschuppen wird am Samstag der Kreativkraftpreis in acht Kategorien vergeben. Der Eintritt ist frei, der Hut geht rum.

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Schon aus musikalischer Sicht verspricht die Verleihung des Kreativkraftpreises am Samstag im Ringlokschuppen eine tolle Show zu werden: Sieben Bands werden auftreten, unter anderem Rockabilly-Gitarrist André Tolba, der sonst bei Peter Kraus oder Sasha den Ton angibt, Sondaschule, Pinke Pank, die ihre neue Single „Oaktree“ präsentieren, und der Rapper Bud MH. Allesamt sind sie für den Mölmsch Music Hero, die achte Kategorie des Kreativkraftpreises nominiert. Das geballte Musikprogramm gibt es bei freiem Eintritt, aber zur Deckung der Kosten wird der Hut rumgehen.

Außerdem wird Maximilian Bischoff mit seiner Band „The Sworms“ auf der Bühne stehen. Er zählte vor vier Jahren zu den Preisträgern des ersten Kreativkraftpreises und nahm mit dem Shanty-Chor der Marinekameradschaft „Kormoran“ einen Mülheim-Song auf, den er am Samstag auch spielen wird. Die Chor-Version wird allerdings nur als Video oder im Internet zu sehen sein.

Nominierungen in acht Kategorien

Wie sich bei den mitreißenden Rhythmen die beiden ruhigeren Wortbeiträge einfügen, wird sich zeigen. Auf dem Programm, das um 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr) startet, stehen auch Jan-Paul Laarmann, der die Literaturzeitung Richtungsding im Kulturhauptstadtjahr im Wohnturm am Hans-Böckler-Platz gründete und zum Erfolg führte; und Peter Leitzen, der mit seinen Vortragsabenden zeigt, dass Philosophie im Alltag relevant und spannend ist.

66 Personen und Gruppen, ob gewerblich oder ehrenamtlich tätig, sind in den acht Kategorien nominiert, weil sie etwas Besonderes, was sich vom Alltagseinerlei auf vielerlei Weise abhebt, anbieten. Für den Designer Hermann Rokitta, der vor vier Jahren zu den Initiatoren zählte, ging es damals darum zu zeigen, was es alles an originellen Angeboten in der Stadt schon gibt. Eins der wichtigen Anliegen dieses undotierten Preises ist, diese bestehende Vielfalt bekannt zu machen. Durch die Thematisierung des Mangels und Leerstands werde das bestehende Potenzial nur oft übersehen. Trifft man Nominierte, merkt man, wie die Vorfreude steigt, wie allein die Nominierung für Euphorie. Spannung und Gesprächsstoff sorgt.

Ausdauer ist ein Kriterium

Natürlich ist die Liste auch lückenhaft oder mag man sich bei dem ein oder anderen wundern, aber so ist das immer bei Preisvergaben. Für Rokitta ist Ausdauer ein Kriterium. So gehöre viel Kraft dazu, in der vierten Generation einen Fischhandel zu betreiben, selbstgemachte Salate anzubieten und einen engen Kontakt zu den Kunden zu pflegen. Deshalb gehört für ihn Helge Rademacher ebenso dazu wie Jutta Pfeiffer, die letzte Perle vom Stadtrand, die in ihrem Papierwerk originelle Geschenkideen anbietet oder Adem Köstereli, der mit seiner Gruppe Ruhrorter am Theater an der Ruhr Theater mit Flüchtlingen macht.

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