Bombe

Newsblog: Weltkriegsbomben in Herne – Entschärfung beendet

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Die Feuerwehr hatte in Herne wegen der Entschärfung von drei Blindgängern eine Sperrzone eingerichtet.

Die Feuerwehr hatte in Herne wegen der Entschärfung von drei Blindgängern eine Sperrzone eingerichtet.

Foto: Hendrik Steimann / WAZ

Herne.  In Herne sind am Sonntag drei Weltkriegsbomben gefunden worden. 1500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Hier alles Wichtige im Newsblog.

In Herne sind Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bomben mussten am Sonntag entschärft werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Weltkriegsbomben am Lohofer Feld gefunden
  • Anlaufstelle für Anwohnerinnen und Anwohner im Sportpark Eickel
  • 1500 Menschen mussten Häuser verlassen

So lief die Entschärfung der Bomben:

14.40 Uhr: Die Stadt Herne zieht Bilanz: Insgesamt sei die Evakuierung und die Entschärfung der drei Bomben ohne Schwierigkeiten verlaufen. Wir verabschieden uns damit von der Berichterstattung über die Entschärfung. Die WAZ-Redaktion wünscht einen schönen Rest-Sonntag!

14.30 Uhr: Es ist geschafft: Die Bomben konnten erfolgreich entschärft werden, meldet die Stadt Herne. Die Straßensperrungen werden nun aufgehoben, und die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.

14.02 Uhr: Insgesamt seien 68 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und den Hilfsorganisationen im Einsatz, meldet die Feuerwehr. Trotzdem sei sie natürlich auch für das Tagesgeschäft einsatzbereit. So seien die beiden Löschzüge der Berufsfeuerwehr gerade ausgerückt, weil eine Brandmeldeanlage in Wanne-Eickel ausgelöst habe. Glücklicherweise habe es kein Feuer gegeben, der Einsatz habe sich als Fehlalarm herausgestellt, so die Feuerwehr.

13.10 Uhr: Die Evakuierung rund um das Lohofer Feld ist abgeschlossen. Das Gebiet sei mit einer Drohne kontrolliert worden, so eine Stadtsprecherin. Dabei seien keine Menschen mehr in der Sperrzone entdeckt worden.

16 Menschen, heißt es, mussten mit Krankentransporten in Sicherheit gebracht werden. Inzwischen halten sich 19 Anwohnerinnen und Anwohner in der Anlaufstelle im Sportpark Eickel auf, die nicht wissen, wo sie sonst den Tag verbringen könnten. Insgesamt sei die Evakuierung ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Nun startet die Entschärfung.

11.52 Uhr: 17 Anwohnerinnen und Anwohner brauchen Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnungen und werden mit Krankentransporten in Sicherheit gebracht, meldet die Stadt. Sie hat für die Menschen, die die Sperrzone verlassen müssen, auch einen Shuttlebus eingerichtet, der die Betroffenen zum Sportpark Eickel bringt. Dort in der Sporthalle können sich Anwohnerinnen und Anwohner, die nicht wissen, wohin sie gehen sollen, aufhalten. Die meisten hätten aber eine Anlaufstelle gefunden: Nur zwölf Personen sind am Vormittag in die Sporthalle gekommen, so die Stadt.

11.31 Uhr: Die Feuerwehr bittet die Anwohnerinnen und Anwohner: „Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte. Halten Sie die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr für Notrufe frei.“ Autofahrer sollen das Gebiet weiträumig umfahren.

10.25 Uhr: Die Evakuierung zieht sich hin: Einige Menschen, so eine Stadtsprecherin, können ihre Wohnungen nicht selbstständig verlassen, sie müssen von der Feuerwehr abtransportiert werden. Erst gegen Mittag, heißt es, dürften alle Anwohnerinnen und Anwohner die Sperrzone verlassen haben.

9.47 Uhr: Die Evakuierung läuft. Das Evangelische Krankenhaus (EvK), das ebenfalls im Radius liegt, ist bereits gestern vorsorglich evakuiert worden. Fast alle Patientinnen und Patienten wurden ins EvK nach Herne-Mitte gebracht. Auch die Seniorenresidenz an der Hordeler Straße muss geräumt werden.

9.12 Uhr: Wer keine Anlaufstelle hat, wo er während der Evakuierung unterkommen kann, kann zur Sporthalle im Sportpark Eickel (Im Sportpark) kommen. Vor der Sporthalle werden kostenlose Corona-Bürgertestungen angeboten, so die Stadt. Wer keinen aktuellen Testnachweis hat, kann sich vor Betreten der Sporthalle testen lassen.

8.55 Uhr: Polizei, Feuerwehr und die Stadt Herne sperren nun den Gefahrenbereich ab. Dieser erstreckt sich nach Angaben der Stadt von der Magdeburger Straße bis zum Jungfernweg, von der Bonifatiusstraße bis zur Lohofstraße. Betroffen seien auch Teile der Edmund-Weber-Straße, der Hordeler Straße, die Hochstraße und die Reichsstraße sowie ein Teil der Richard-Wagner-Straße. Der Bereich darf erst wieder betreten werden, wenn die Kampfmittel geräumt sind.

8.50 Uhr: Bei der Überprüfung von Verdachtspunkten am Lohofer Feld in Herne-Eickel sind heute Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das teilt die Stadt Herne am Sonntagmorgen, 19. September, mit. Kampfmittelexperten haben an einem von fünf Verdachtspunkten eine britische und an zwei weiteren Verdachtspunkten je eine amerikanische 250-Kilogramm-Bombe gefunden.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Herne informiert nun die Anwohnerinnen und Anwohner, dass sie ihre Häuser bis 10 Uhr verlassen müssen. Wer sein Haus nicht selbstständig verlassen kann, kann unter Telefon 02323/ 16 93 20 Hilfe anfordern. Wer keine andere Möglichkeit hat, woanders unterzukommen, kann in die Sporthalle Im Sportpark Eickel (Im Sportpark 20) kommen. Dort gelten die 3-G-Regeln: Wer kommt, muss nachweisen, dass er gegen Corona geimpft ist, genesen oder getestet ist. Wer keinen Nachweis vorlegt, muss eine medizinische Maske tragen und sich in einem separaten Raum aufhalten.

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