Mottbruchhalde

Windradbau: Gladbecker Grüne fordern sachlichen Austausch

Die Arbeiten der Steag auf der Mottbruchhalde in Gladbeck haben den Streit um das Windrad auf der Braucker Halde neu entfacht. Jetzt beziehen auch die Grünen Stellung.

Die Arbeiten der Steag auf der Mottbruchhalde in Gladbeck haben den Streit um das Windrad auf der Braucker Halde neu entfacht. Jetzt beziehen auch die Grünen Stellung.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck  Energiewende muss auch in Gladbeck vorangetrieben werden, so die Grünen. Das fordern sie im Hinblick auf Streit um das Halden-Windrad.

Die vorbereitenden Bautätigkeiten der Steag zur Errichtung eines Windrads auf der Mottbruchhalde in Gladbeck-Brauck hat den Streit um die Windrad-Pläne an dieser Stelle neu und heftig entfacht. In die Diskussion schalten sich jetzt auch die Gladbecker Grünen ein. Anders als die Stadtverwaltung, fordern sie keinen sofortigen Stopp der Arbeiten auf der Halde.

Grüne: Windrad kann 3500 Haushalte in Gladbeck mit regenerativem Strom versorgen

Wer den Klimaschutz ernst nimmt, der muss die Energiewende auch vor Ort vorantreiben, heißt es in der Stellungnahme der Grünen zum Windradbau. „Das Windrad kann rechnerisch 3500 Haushalte in Gladbeck mit regenerativem, grünem Strom versorgen", wird der Vorsitzende des neu gegründeten städtischen Ausschusses für Stadtplanung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität, Peter Kleimann, zitiert. Das 3,5 MW-Windrad produziere 10.000 MWh Strom und spare damit 4470 Tonnen CO2 im Jahr ein. „Der vom Rat ausgerufene Klimanotstand darf kein Lippenbekenntnis bleiben“, so Kleimann weiter. „Wir dürfen uns als Stadt nicht jedes Mal wegducken, wenn wir vor Ort gefordert sind!“

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Bereits im November 2020 habe sich die Fraktion im Rat dafür eingesetzt, das Gespräch mit der Betreibergesellschaft "Gladbeck Wind GmbH" zu suchen und die Anwohner in Brauck "sachlich über das Projekt zu informieren". Die aktuellen Missverständnisse und Falschmeldungen, "sowohl von Verwaltung als auch von den Parteien", hätten so vermieden werden können. Der grüne Ausschussvorsitzende Kleimann plädiert weiter für
den gemeinsamen sachlichen Austausch, in dem auch auf Sorgen und Bedenken von Anwohnern und von Vereinen wie der Ballonfahrergemeinschaft eingegangen werden müsse.

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