Literatur

Ein Verleger verbreitet Angst und Schrecken

Verleger und Buchautor Alexander Pentek (26) auf dem evangelischen Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen. An diesem Ort wird in seinem neuen Kriminalroman  „Charon“ eine Leiche entdeckt.

Verleger und Buchautor Alexander Pentek (26) auf dem evangelischen Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen. An diesem Ort wird in seinem neuen Kriminalroman „Charon“ eine Leiche entdeckt.

Foto: WAZ

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Gelsenkirchen.Eine Frau verschwindet, ein Ehemann ist verzweifelt, und auf dem verregneten Gelsenkirchener Altstadtfriedhof baumelt eine Leiche am Ast einer Linde. Wenn dem Leser hier die Gänsehaut über den Rücken kriecht, hat Alexander Pentek sein Ziel erreicht. Er will den Menschen Angst und Schrecken einjagen.

Allerdings ausschließlich in literarischer Form. Der 26 Jahre alte Jura-Student Alexander Pentek aus Gelsenkirchen liebt Mord und Totschlag, Grauen und Grusel und gründete nun seinen eigenen Verlag mit dem beredten Titel „Angst & Schrecken“.

Kriminalroman mit dem Titel „Charon“

Hier legte der Autor auch gleich seinen nunmehr vierten, eigenen Kriminalroman mit dem Titel „Charon“ auf. Tatort wie schon in den Vorgängerromanen „Phobos“, „Deimos“ und „Ares“ ist auch hier Gelsenkirchen, Heimatstadt des Autors. Pentek, der schreibt, seit er denken kann, gründete seinen eigenen Verlag, „weil man dann alle Fäden selbst in der Hand hat“.

Zum Beispiel die Gestaltung des Covers: Pentek entschied sich für einen angedeuteten, blutroten Spaten auf schwarzem Grund. Ein Klappspaten spielt im Roman eine entscheidende Rolle.

„Heldenerbe“ ist ein Fantasy-Thriller

Mit den ersten Erfolgen seines jungen Unternehmens ist Pentek zufrieden. Neben seinem Regional-Krimi brachte er „Heldenerbe“, das Erstlingswerk des Gelsenkircheners Thilo Pasch, heraus, einen Fantasy-Thriller. Denn spannenden Themen will sich Pentek auch in Zukunft widmen: „Ich kenne ja viele Autoren aus der Region, und schon in diesem Jahr kommen noch drei weitere Bücher auf den Markt.“ Darunter sogar ein Lyrikband.

Beruflich widmet sich Pentek bislang vergleichsweise trockenen Themen. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten, stieg dann an der Ruhr-Universität ins Jura-Studium ein. Hilft das Wissen um die Gesetze der Rechtswissenschaften bei der Konstruktion literarischer Finessen? „Nein, eher nicht. Meine Inspiration hole ich mir beim genauen Beobachten des Alltags, beim Lesen, Zuhören, da kann ich aus dem Vollen schöpfen.“

Kommissare des Polizeipräsidiums Buer

Treu bleibt Pentek seinen Protagonisten und Gelsenkirchen, wo das Grauen für ihn zu Hause ist. Auch in „Charon“ ermitteln die Kommissare Jennifer Hartmann und Helmut van Haaren im Polizeipräsidium Buer. Bekannte Orte wie der Altstadtfriedhof, Schalke oder Schloss Berge sorgen für jede Menge Lokalkolorit in einer an Spannung und fantastischen Wendungen reichen Geschichte, die auch noch um einen seltsamen Wissenschaftler und den Klimawandel kreist. Viele erzählerische Verästelungen und einige Leichen später die überraschende Auflösung und das Fazit des eiskalten Mörders: „Sterben muss jeder. Ich habe den Weg nur abgekürzt.“ Wer in diesen Kosmos eintaucht, dem ist spannende Unterhaltung garantiert.

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