Coronavirus

Coronavirus: Neun Personen in Essener Pflegeheim infiziert

Kontaktsperren in der Corona-Krise: Diese Regeln gelten jetzt

Abstand halten und Kontakte weiter reduzieren: Auf diese Regeln haben sich Bund und Länder geeinigt, um Infektionen mit dem Coronavirus einzudämmen.

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Essen.  Mehrere Bewohner und eine Pflegekraft eines Seniorenheims in Essen sind am Coronavirus erkrankt. Ein Patient wird palliativ behandelt.

Es ist eine Nachricht, die die Verantwortlichen im Corona-Krisenstab der Stadt Essen nach Aussagen des Stadtdirektors Peter Renzel, „in Atem gehalten hat“. Von insgesamt 84 am Samstag beprobten Bewohnern sowie Mitarbeitern des Alfried-Krupp-Pflegeheims in Frohnhausen sind insgesamt neun an dem Coronavirus erkrankt. Es handelt sich dabei um acht Bewohner und eine Pflegekraft.

Den Patienten gehe es laut Renzel bis auf wenige Ausnahmen gesundheitlich gut. Vier Bewohner wurden stationär aufgenommen. Aufgrund von Vorerkrankungen werde ein Patient gar palliativ behandelt.

Bei fünf Mitarbeitern wurde durch die Stadt eine häusliche Quarantäne angeordnet, obwohl der Corona-Test negativ ausfiel. Auch für die betroffenen Bewohner gilt eine Quarantäne. In dem Pflegeheim seien strenge hygienische Maßnahmen getroffen worden, um weitere Infektionen zu verhindern, schreibt Gesundheitsdezernent Renzel am späten Sonntagabend auf seinem privaten Facebookprofil. Eine offizielle Meldung der Stadt wird ebenfalls erst spät am Abend veröffentlicht, obwohl der Stadt die Ergebnisse der Beprobungen im Alfried-Krupp-Pflegeheim bereits seit dem Morgen vorliegen.

Er habe eine „komplexe Situation in einem Seniorenheim zu beraten gehabt“, schreibt Renzel in seinem inzwischen schon ritualisiertem Facebook-Post zur aktuellen Lage in Essen und fügt an: „Die Mitarbeiter des Alfried-Krupp-Heims haben sehr schnell und umsichtig gehandelt, um Infektionsketten zu durchbrechen und um weitere Ansteckungen von Bewohnern sowie vom Pflegepersonal zu verhindern.“

Was genau das bedeutet, wie diese Maßnahmen aussahen und wie es nun in diesem und anderen Pflegeheimen in Essen weitergeht, schreibt Renzel nicht. Dabei ist die Sorge vieler Menschen und Angehöriger insbesondere vor dem Hintergrund von neun verstorbenen Menschen in einem Würzburger Pflegeheim nach einer Infektion mit dem Coronavirus besonders groß.

218 Essener wurden positiv auf das Coronavirus getestet

Dafür schreibt Essens Coronavirus-Krisenmanager, der sich bisher durch pausenloses und umsichtiges Engagement in der Corona-Krise auszeichnete, im selben Facebook-Post etwa, dass „eine liebe Kollegin leckere Schokolade zur Lagekonferenz mitgebracht hat. Eine wirklich gute Idee“.

Darüber hinaus erklärt Renzel, dass inzwischen 1735 Personen in Essen auf das Coronavirus beprobt und 218 positiv auf das Virus getestet wurden. In 1369 Fällen fiel der Test negativ aus. In 1.226 Fällen bestehe derzeit eine angeordnete Quarantäne, 314 Essener konnten einer Quarantäne inzwischen wieder verlassen.

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