Pandemie

Corona-Impfung in Essen: Stadt wartet auf Novavax-Impfstoff

Corona-Impfstoff der Firma Novavax: Die EU-Kommission hat 200 Millionen Impfdosen bestellt. Wann das Vakzin genau nach Essen kommt, ist unklar.

Corona-Impfstoff der Firma Novavax: Die EU-Kommission hat 200 Millionen Impfdosen bestellt. Wann das Vakzin genau nach Essen kommt, ist unklar.

Foto: Alastair Grant / dpa

Essen.  Wann kommt Novavax nach Essen? Laut Stadt ist der genaue Zeitpunkt noch unklar. Das Vakzin funktioniert anders als die bisherigen Impfstoffe.

Die Stadt Essen wartet auf den proteinbasierten Corona-Impfstoff der Firma Novavax. Das Vakzin mit dem Namen Nuvaxovid des US-Herstellers hat im Dezember die Zulassung der Europäischen Arzneimittel Agentur (EMA) erhalten und soll Anfang Februar nach Deutschland geliefert und dann an Impfstellen verteilt werden.

„Wann erste Impfdosen in Essen verabreicht werden können, ist noch unklar“, teilt Stadtsprecherin Silke Lenz auf Anfrage mit. Der EMA-Zulassung sei auch die EU-Kommission gefolgt, die die bedingte Marktzulassung erteilt habe. Insgesamt seien 200 Millionen Dosen von Novavax von der EU-Kommission bestellt worden.

Novavax in Essen: Stadt möchte auf bestehende Infrastruktur zurückgreifen

Da das Impfgeschehen in NRW durch das Land organisiert werde, sei noch unklar, wie und wo das Vakzin des US-Unternehmen in Essen verimpft wird. Auf Nachfrage, ob man auf die bestehende Infrastruktur – in Form von dezentralen, stationären und Sonder-Impfaktionen – zurückgreifen möchte heißt es: „Wenn uns das Land die Möglichkeit dazu gibt, natürlich.“

Novavax besteht aus gentechnisch hergestellten Spikeproteinen des Coronavirus. Das Spikeprotein wird also – anders als bei den bisherigen Impfstoffen – außerhalb des Körpers produziert. Für viele Impfskeptiker scheint das sicherer als die bislang zugelassenen mRNA- und Vektor-Impfstoffe, bei denen das Spikeprotein nach der Impfung in den Körperzellen gebildet wird.

Bei dem Novavax-Vakzin werden zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Das dabei angewandte Verfahren wird seit Jahrzehnten bei Vakzinen gegen Hepatitis B und Keuchhusten eingesetzt. Die Effektivität zum Schutz vor symptomatischen Infektionen wurde von der EU-Arzneimittelbehörde EMA mit rund 90 Prozent angegeben. Unklar ist, wie gut der Impfstoff gegen die Virusvariante Omikron schützt. (jop)

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