Corona

Vor „Spaziergang“: Unbekannte besprühen Duisburger Rathaus

Ein Spaziergänger hat ein Bild von den Schriftzügen am Rathaus in Duisburg gemacht. Der Ort wurde wohl bewusst gewählt.

Ein Spaziergänger hat ein Bild von den Schriftzügen am Rathaus in Duisburg gemacht. Der Ort wurde wohl bewusst gewählt.

Foto: Foto: / RR

Duisburg.  „Man ,spaziert’ nicht mit Nazis“ haben Unbekannte an diesem Wochenende an die Rathauswand in Duisburg gesprüht. Die Polizei wird ermitteln.

Unbekannte haben in der Zeit von Samstag auf Sonntag eine Botschaft an die Wand des Rathauses geschrieben: „Man ,spaziert’ nicht mit Nazis“ ist dort zu lesen und ein Stück weiter „Maske auf, Nazis raus!“ Ein Passant hat die Schriftzüge entdeckt. „Am Samstag war das noch nicht“, erklärt er auf Nachfrage unserer Zeitung.

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Polizeisprecher Stefan Hausch schätzt die Situation so ein: „Da ist eine Anzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung fällig.“ So etwas sei gemeinhin schwer aufzuklären. Einen politischen Hintergrund hält Hausch für wahrscheinlich.

Burgplatz vor dem Duisburger Rathaus war Treffpunkt für Montagsspaziergänge

Es ist wohl kein Zufall, dass der oder die Unbekannten sich ausgerechnet diese Seite des Rathauses ausgesucht haben. An der Salvatorstraße, dem kleinen Weg zwischen Rathaus und Salvatorkirche, haben sich in den vergangenen Wochen jeweils montags Impfgegner zu Kundgebungen und Demonstrationen getroffen und sind im Anschluss durch die Stadt gezogen. Zwischen einzelnen Anmeldern der „Spaziergänge“ gab es zuletzt Ärger. Die Gegendemonstranten trafen sich zur Mahnwache indes vor dem Theater.

Auch für diesen Montagabend ist laut Polizei von den Spaziergängern wieder eine Versammlung mit anschließendem Zug angemeldet worden. Die von der „Partei Duisburg“ angemeldete und geleitete Mahnwache wird ihren Standort zum Brückenplatz verlegen.

Schmierereien am Rathaus: Stadt Duisburg will Anzeige erstatten

Stadtsprecherin Anja Kopka erklärte am Sonntag: „Wir werden das umgehend entfernen lassen und Strafanzeige stellen.“ Oberbürgermeister Sören Link habe sich umgehend mit den Wirtschaftsbetrieben in Verbindung gesetzt, damit diese sich um das Entfernen kümmern.

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