Stadtentwicklung

Politiker begrüßen Ostermann-Planungen für "Zeus"-Gelände in Duisburg

Ein Möbelhaus will Ostermann auf dieser alten Industriebrache bauen. Foto: Stephan Eickershoff

Ein Möbelhaus will Ostermann auf dieser alten Industriebrache bauen. Foto: Stephan Eickershoff

Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.   Politiker aller Gremien und aller Fraktionen haben in Duisburg einstimmig die Ostermann-Planung für das "Zeus"-Gelände begrüßt. Das Familienunternehmen möchte fast 12 Hektar Industriebrache in Meiderich für den Neubau dreier Möbelhäuser nutzen.

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Alle Zeichen standen auf Ostermann: Lastwagen mit dem Logo des Möbelhauses säumten den Weg der Bürger und Politiker zur Sitzung der Bezirksvertretungen Meiderich und Hamborn, den eine Bürgerinformation über die geplante Ansiedlung voranging.

Fast 12 Hektar Industriebrache an der A 59 in Meiderich möchte das Familienunternehmen Ostermann für den Neubau dreier Möbelhäuser nutzen: ein viergeschossiger Möbelmarkt, ein Mitnahmemarkt und ein Küchenzentrum, letztere beide maximal zweigeschossig. 1200 Pkw-Stellplätze sind geplant, sowie eine Zufahrt von der Hamborner Straße über einen Kreisverkehr und die schon bestehende Autobahnbrücke.

50.000 Quadratmeter Verkaufsfläche

100 Mio Euro will Ostermann in den neuen Standort nach Witten, Recklinghausen, Bottrop und Haan investieren. 300 bis 350 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sollen entstehen sowie 30 Ausbildungsplätze. 50.000 Quadratmeter Verkaufsfläche sind geplant, das 25.000 qm für andere Nutzungen wie Lager und Gastronomie.

Die Bedenken der Bürger aus dem Umfeld waren schnell behandelt: Es ging unter anderem um die Erreichbarkeit des neuen Einkaufsgeländes per Fahrrad und über die Flächen für Nebensortimente wie Glas, Porzellan, Küchenutensilien, die dem alteingesessenen Handel Konkurrenz bescheren könnte. Klare Ansage: Mehr als zehn Prozent der Fläche der einzelnen Häuser darf’s nicht sein, höchsten je 2500 qm.

Verkehrsbelastung berücksichtigen

Was den Politikern aus Rat und Bezirksvertretungen mehr Kopfschmerzen bereitet, sind die absehbaren Belastungen durch den Verkehr. 5000 Fahrzeuge seien an guten Geschäftstagen zu erwarten, erklärte Möbelhaus-Chef Rolf Ostermann. Die gebe es vor allem in den Wintermonaten und vornehmlich am Samstag, also zu Zeiten mit relativ wenig Berufs- und Lkw-Verkehr.

SPD-Ratsherr Herbert Eickmanns wies darauf hin, im Planverfahren auch Verkehrsbelastungen zu berücksichtigen, die durch andere Planungen im Norden der Stadt in naher Zukunft zu erwarten seien: durch die geplante Ikea-Erweiterung, durch die Ansiedlung von Bauhaus, durch das Altmarkt-Zentrum und das Factory Outlet Center (Fabrikverkauf): „Man darf die Planungen nicht isoliert sehen.“

Dennoch begrüßten die Politiker aller Gremien und aller Fraktionen einstimmig die Ostermann-Planungen für das „Zeus“-Gelände.

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