Chefarzt-Wechsel

Neuer Chef der Gynäkologie am Huckinger St. Anna Krankenhaus

Dr. Martin Rüsch ist seit dem 1. Oktober neuer Chefarzt der Gynäkologie am Malteser St. Anna Krankenhaus in Duisburg-Huckingen. Auf dem Arm hält er die zwei Tage alte Lenia.

Dr. Martin Rüsch ist seit dem 1. Oktober neuer Chefarzt der Gynäkologie am Malteser St. Anna Krankenhaus in Duisburg-Huckingen. Auf dem Arm hält er die zwei Tage alte Lenia.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg-Huckingen.  Dr. Martin Rüsch ist der neue Chefarzt am Huckinger Malteser Krankenhaus St. Anna. Mit der Besetzung ändert sich die Struktur der Frauenklinik.

Seit dem 1. Oktober leitet Dr. Martin Rüsch als neuer Chefarzt die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna. Der 47-Jährige übernimmt den Chefarztposten von Dr. Margarita Achnoula, die als neue Sektionsleitung der Senologie in die Sana-Kliniken Duisburg wechselt. Rüsch ist, wie er selbst sagt, ein „Allrounder der Gynäkologie“ mit Schwerpunkt in der gynäkologischen Onkologie.

„Ich liebe es, Kinder auf die Welt zu bringen“, sagt der 47-Jährige. „Ich habe selbst zwei Kinder, und Familie ist das Wichtigste für mich.“ Das ist auch ein Grund, warum sich Martin Rüsch, der zuletzt leitender Oberarzt der Gynäkologie am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf war, für den Posten in Huckingen am St. Anna entschieden hat. „Wir leben im Düsseldorfer Norden, der Weg zu Arbeit ist kurz, und die Gynäkologie und vor allem die Geburtshilfe hier am St. Anna ist sehr familiär.“

Rührende Momente im Kreißsaal

Mehr als 3000 Kinder hat Martin Rüsch in den letzten 19 Jahren mit auf die Welt gebracht. Dabei versteht sich der Chefarzt als Geburtshelfer. „Die Geburten im St. Anna sind hebammengeleitet, wir Ärzte sind bei normal verlaufenden Geburten nur als Unterstützung dabei.“ Und jede Geburt ist für den Familienvater etwas besonderes. „Für mich ist eine schöne Geburt immer noch ein rührender Moment, da hab’ ich auch das ein oder andere Mal wirklich Pipi in den Augen“, sagt er lachend.

Martin Rüsch ist aber nicht nur von Geburten gerührt. „Die Schwestern auf Station haben mich an meinem zweiten Tag direkt mit einem Frühstück überrascht. Dabei wäre es doch meine Aufgabe gewesen, zum Einstand etwas vorzubereiten. Jetzt revanchiere ich mich halt auf der Weihnachtsfeier“, sagt Rüsch, der in Huckingen seinen ersten Chefarztposten hat.

Ein Team auf Augenhöhe

Für Martin Rüsch sei die Hierarchie aber unbedeutend. „Das ist auch gar nicht zeitgemäß. Wir arbeiten alle in einem Team auf Augenhöhe, um unseren Patienten menschlich und fachlich auf höchstem Niveau die beste Behandlung und Versorgung zu bieten.“ Rüsch steht jeden Tag selbst im OP, deckt von der minimalinvasiven Chirurgie über die Urogynäkologie bis zur gynäkologischen Onkologie ein breites Spektrum ab. „In der gynäkologischen Onkologie hat er seinen Schwerpunkt und wird den Bereich im St. Anna noch einmal auf ein neues Niveau heben“, freut sich auch Geschäftsführer Hauke Schild über den neuen Chefarzt.

Mit der Besetzung von Martin Rüsch als neuem Chefarzt wird auch die Struktur der Frauenklinik am Malteser Krankenhaus St. Anna etwas geändert. „Wir wollen uns künftig in allen Bereichen noch besser präsentieren. Aus diesem Grund haben wir Dr. Mahdi Rezai als Leiter des Brustzentrums eingestellt. Er ist ein international anerkannter Spitzenmediziner, der zahlreiche neue Operationsverfahren bei der Behandlung von Brustkrebs entwickelt hat. Er wird bei uns künftig den Bereich Senologie leiten“, sagt Geschäftsführer Hauke Schild.

Martin Rüsch, der bisher keinen Tag als Medizinier bereut hat und diesen Beruf immer wieder wählen würde, kennt Dr. Rezai aus dem EVK Düsseldorf. „Wir haben dort mehrere Jahre zusammen gearbeitet.“ Neu im Team im St. Anna ist auch Dr. Melanie Gaarz, die sich als leitende Oberärztin um die Klinik für Geburtshilfe kümmern wird.

Wenn Martin Rüsch nicht gerade im OP oder Kreißsaal steht, liebt er das Windsurfen in Holland und im Winter das Skifahren. „Leider hat sich meine Tochter im letzten Skiurlaub ein Bein gebrochen. Ich hoffe, dass sie dennoch wieder mit mir skifahren wird.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben