Wohnungslosigkeit

Kampf gegen Wohnungslosigkeit: Duisburg bekommt EU-Mittel

Auf dem Portsmouthsplatz in Duisburg versammeln sich regelmäßig einige Obdachlose. Hier werden sie von Ehrenamtlern mit warmen Gerichten und Kleidung versorgt.

Auf dem Portsmouthsplatz in Duisburg versammeln sich regelmäßig einige Obdachlose. Hier werden sie von Ehrenamtlern mit warmen Gerichten und Kleidung versorgt.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Mit Mitteln der EU sollen in Duisburg zwei Fachkräfte finanziert werden. Ihre Aufgabe: Die Wohnungslosigkeit in der Stadt bekämpfen.

Die Stadt Duisburg erhält Fördermittel aus der Europäischen Union für das „Kümmerer“-Projekt der Landesinitiative zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit „Endlich ein ZUHAUSE“.

Für den Zeitraum bis zum 31. März 2023 wurden jetzt rund 154.000 Euro für zwei Personalstellen bewilligt, die beim Diakoniewerk Duisburg angesiedelt werden. Damit werden eine Immobilienfachkraft für die Wohnraumakquise und eine Fachkraft für soziale Arbeit aus dem Fördertopf finanziert.

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Kümmerer-Team soll die Wohnungslosenhilfe in Duisburg unterstützen

„Dieses ‚Kümmerer‘-Team ergänzt unser trägerübergreifendes Hilfesystem der Wohnungslosenhilfe in Duisburg optimal. Dank der eingespielten Zusammenarbeit mit dem Partner Diakoniewerk können wir das Projekt kurzfristig starten“, erklärt Oberbürgermeister Sören Link.

„Die Bekämpfung der Wohnungslosigkeit in Duisburg ist mir ein persönliches Anliegen. Wohnungslosen Menschen in Duisburg soll möglichst schnell der Sprung in ein eigenes Zuhause gelingen, jeder Tag in Wohnungslosigkeit ist für mich einer zu viel“, betont die Beigeordnete für Bildung, Arbeit und Soziales, Astrid Neese.

Bessere Wohnsituation für anerkannte Flüchtlinge

Udo Horwat, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Duisburg GmbH, freut sich „dass im Rahmen des Projektes auch ein Fokus auf die direkte und nachhaltige Verbesserung der Wohnsituation von anerkannten Flüchtlingen gelegt wird. Die Zusammenarbeit der Immobilienfachkraft mit den Wohnungsgebern und die flankierende soziale Unterstützung der Wohnungslosen vor und nach dem Einzug wird hier der Schlüssel zum Erfolg werden“, ist Horwat überzeugt.

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Konflikte gegeben mit der Wohnungslosenhilfe der Stadt und den ehrenamtlich Aktiven wie etwa dem Petershof in Marxloh, wo kontinuierlich Obdachlose in einem Wohncontainer und manchmal auch in der Kirche schlafen.

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