Asylunterkunft

Duisburger Asylunterkunft: 15 Bewohner missachten Quarantäne

Im Flüchtlingsheim in Duisburg-Neuenkamp gab es mehrere Corona-Fälle. Es musste deshalb unter Quarantäne gestellt werden.

Im Flüchtlingsheim in Duisburg-Neuenkamp gab es mehrere Corona-Fälle. Es musste deshalb unter Quarantäne gestellt werden.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.  15 Bewohner einer Asylunterunterkunft in Duisburg-Neuenkamp haben gegen die Quarantäne verstoßen. Polizei und Ordnungsamt mussten einschreiten.

Der Sicherheitsdienst einer Asylunterkunft in Duisburg-Neuenkamp hat am Montag, 29. Juni, gegen 14.25 Uhr die Polizei alarmiert. Demnach sei eine größere Gruppe von Bewohnern aus der nach mehreren Corona-Fällen komplett unter Quarantäne stehenden Einrichtung an der Paul-Rücker-Straße abgehauen. Die Sicherheitskräfte konnten dies offenbar nicht verhindern.

Ein Polizeisprecher bestätigt auf Nachfrage der Redaktion den Vorfall. Der städtische Außendienst (SAD) sei zwar in solchen Fällen zuständig und informiert worden, die Polizei aber zur Verstärkung mit mehreren Streifenwagen ausgerückt.

15 Bewohner der Unterkunft in Duisburg-Neuenkamp verstoßen gegen Quarantäne

Insgesamt 15 Bewohner seien unweit der Asylunterkunft in Höhe Paul-Rücker-Straße/Ottweilerstraße angetroffen worden. Die Mitglieder haben sich laut Polizei zunächst „uneinsichtig“ gezeigt, seien dann aber von den Einsatzkräften zurück in die Einrichtung begleitet worden. Dort seien die Personalien aufgenommen worden.

Der Polizeisprecher betont, dass es sich bei Verstößen gegen die Anordnung einer Quarantäne nicht mehr „nur“ um Ordnungswidrigkeiten, sondern um Straftaten handelt. Alle 15 Bewohner müssen demnach mit einem entsprechenden Verfahren rechnen. Möglich sind laut Polizei Geld-, aber auch Freiheitsstrafen.

Die betroffenen Bewohner werden sich gegebenenfalls nicht nur darüber ärgern. Die Stadt hatte nämlich am Montagmittag zunächst mitgeteilt, dass die Unterkunft bis Mittwoch, 1. Juli, unter Quarantäne bleibt. Am Abend dann – wenige Stunden nach dem Vorfall – entscheidet die Krisenstabsleitung in Absprache mit dem Gesundheitsamt nach den letzten noch ausstehenden negativen Testergebnissen, die Beschränkungen sofort aufzuheben.

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