Schulen

Bochumer Schüler schlagen Alarm: Protestbrief an Laschet

Auch die Schülervertretung der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bochum ist mit der Schul-Politik des Landes unzufrieden.

Auch die Schülervertretung der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bochum ist mit der Schul-Politik des Landes unzufrieden.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum.  Unkoordinierte NRW-Schulpolitik, Lücken bei der Digitalisierung – Bochumer Schüler haben genug und richten an Armin Laschet einen offenen Brief.

Wochenlanger Selbst-Unterricht, Lücken bei der Digitalisierung der Schulen und unnachvollziehbare Entscheidungen des Landes – Bochumer Schüler machen ihrem Ärger über die NRW-Schulpolitik in einem offenen Brief an die Landesregierung Luft.

„Es wurde in dieser Krisensituation ein weiteres Mal klar, dass die Schulen viel zu oft hinten angestellt wurden. Das muss ein Ende haben“, kritisiert das Schülersprecherteam der Goethe-Schule Bochum zusammen mit zehn weiteren Schülervertretungen aus Bochum und Herne.

„Es verstrichen Wochen, (..) in denen die Landesregierung die Chance gehabt hätte, einen verantwortungsvollen Plan zu erstellen“, werfen die Bochumer Schüler Ministerpräsident Armin Laschet und Schulministerin Yvonne Gebauer vor. „Dieser Plan war nie sichtbar“, erklären die Schüler weiter, „Erst als die MPK entschied, die Schulen wieder zu öffnen, mussten die Schulen dies innerhalb von wenigen Tagen umsetzen. Dadurch wurden wir, wie die Lehrkräfte, wegen teils schwachen Konzepten, unnötig gefährdet.“ Die Schüler werfen der Regierung Laschet vor, widersprüchliche Signale zu senden und so das Vertrauen der Schüler zu verspielen.

Zudem hätten Schüler und Lehrer nicht nur mit aktuellen Problemen zu kämpfen, „sondern auch mit denen, die in den letzten Jahren bekannt gewesen sind und mit einer konsequenten Schul- und Bildungspolitik hätten gelöst werden können.“ Zu wenig sei in den vergangen Jahren beispielsweise für die Digitalisierung von Schulen getan worden.

Die Schülervertreter fordern vom Land einen einheitlichen Plan für den Unterricht in allen Schulen, klare Kommunikation zwischen Land, Schulen und Schülern, einheitliche Regelungen für Klausuren, finanzielle Unterstützung für bedürftige Familien ohne Computer, bessere Hygienemaßnahmen und einen Plan für den Unterricht nach den Sommerferien.

Unterzeichner des offenen Briefs sind die Schülervertreter der Goethe-Schule, des Neues Gymnasiums, der Matthias-Claudius-Schule, der Heinrich-von-Kleist Schule, der Matthias-Claudius-Schule, des Gymnasiums Eickel, der Schiller-Schule, der Hildegardis-Schule, der Märkischen Schule Wattenscheid, der Heinrich-Böll-Gesamtschule und der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule.

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