Die rot-grüne Koalition im Stadtrat Bochum hat in der Sitzung am Donnerstag, 11. November, ihren Eckpunkteplan zum Bäderkonzept durchgebracht. Folgt der Aufsichtsrat der Wasserwelten Bochum GmbH den Empfehlungen, droht dem Freibadebereich in Langendreer das Aus. Die Grünen im Bezirk Ost haben bereits vor der Ratssitzung die Bevölkerung in Langendreer zum Widerstand aufgerufen. Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung sprint auf den Zug auf und bietet dabei seine Hilfe an.

Bochum: Protest gegen Freibad-Aus in Langendreer? Netzwerk will Bürgern helfen

Die Grünen fordern nicht nur Bürgerbeteiligung zum Bäderkonzept, also damit auch zu der Frage, ob der Freibad-Standort Langendreer erhalten bleibt. Sie rufen direkt auf zum bürgerschaftlichen Engagement bis hin zur Bildung einer Bürgerinitiative. „Das klingt nach den 80er Jahren, als sich die Bochumer Grünen noch nicht in einer Koalition mit der SPD befanden und nicht zum Mitmachen veranlasst sahen“, findet Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt vom Netzwerk. Die SPD im Bezirk Ost hingegen beschränke sich in Parteidisziplin.

Dass es auch anders geht, zeige gerade die SPD im Bezirk Nord, findet das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung. Sie ruft bekanntlich die Bürgerinnen und Bürger auf, gegen die Ansiedlung des Bodenaufbereiters Ecosoil in Gerthe den Klageweg zu beschreiten.

Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung werde mit Spannung verfolgen, ob sich die Grünen in Ost weiter gegen den Koalitionspartner im Bezirk und gegen die grüne Ratsfraktion stellen und bürgerlichen Widerstand nicht nur fordern, sondern auch unterstützen werden, kündigt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt an. Das Netzwerk könne hierbei helfen. Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt: „Hilferufe können gesendet werden an info@stadtentwicklung.net .“