Coronavirus

Corona-Ausbruch in Altenheim ist schlimmer als befürchtet

Im SBO-Seniorenzentrum in Wattenscheid haben sich vier Mitarbeiter und drei Bewohner mit dem Coronavirus infiziert.

Im SBO-Seniorenzentrum in Wattenscheid haben sich vier Mitarbeiter und drei Bewohner mit dem Coronavirus infiziert.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Der Corona-Ausbruch in einem Bochumer Altenheim ist schlimmer als befürchtet. Nach der Infektion einer Mitarbeiterin gibt es weitere Ergebnisse.

Der Corona-Ausbruch im Altenheim der Senioreneinrichtungen Bochum (SBO) in Wattenscheid nimmt größere Ausmaße an als befürchtet. Inzwischen sind vier Mitarbeiter und drei Bewohner positiv getestet worden, berichtete SBO-Geschäftsführer Frank Drolshagen am Mittwoch auf Anfrage der WAZ.

In dem städtischen Seniorenheim an der Graf-Adolf-Straße mit 84 Bewohnern war Anfang vergangener Woche eine Hauswirtschafts-Mitarbeiterin positiv auf Corona getestet worden. Daraufhin wurden Abstriche bei allen Senioren und Beschäftigten veranlasst: insgesamt 160 Personen. Dabei gab es bei einem Bewohner ein positives Ergebnis. Das Altenheim wurde unverzüglich für Besucher geschlossen. Im Haus wurden die Hygienemaßnahmen nochmals verschärft.

Corona in Bochum: Zwei Bewohner im Krankenhaus

Nunmehr liegen weitere Testergebnisse vor. „Das hatten wir nicht befürchtet“, kommentiert SBO-Chef Drolshagen die fünf neuen Corona-Fälle. Und dabei könnte es nicht bleiben: Laut SBO stehen noch immer zahlreiche Laborbefunde aus.

Zwei der drei infizierten Senioren werden stationär behandelt. Der dritte Bewohner harrt in Quarantäne aus – ebenso wie die vier Beschäftigten, die laut SBO nur milde oder keine Symptome zeigen.

Öffnung am Wochenende ungewiss

Ursprünglich soll das Heim am kommenden Wochenende wieder öffnen. Am Freitag (31.) werde entschieden, ob es bei der Aufhebung des Besuchsverbotes bleiben kann, kündigt Frank Drolshagen an.

Ein warnendes Beispiel für die verheerenden Folgen eines Corona-Ausbruchs liefert das Heinrich-König-Seniorenzentrum in Weitmar. Dort sind seit Beginn der Pandemie im Frühjahr neun Bewohner an den Folgen des Virus gestorben.

Regelung wurde zum 1. Juli gelockert

Die SBO hatte – wie die meisten Einrichtungen – die Besuchsregelung in ihren vier Häusern mit insgesamt 580 Bewohnern zum 1. Juli gelockert. Die Bewohner können ihre Angehörigen und Freunde unter Beachtung der Hygieneregeln seither wieder in ihren Zimmern treffen. Dabei bleibe es in den drei anderen SBO-Heimen am Glockengarten, an der Grabeloh- und Bayernstraße, betont Drolshagen. Hier sei es bislang zu keinen Corona-Fällen gekommen.

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