Der VfL Bochum offenbart bei Hertha BSC erneut spielerische Schwächen. Ein Innenverteidiger könnte Abhilfe schaffen. Das Thema in einer neuen Talk-Folge.
Wieder einmal ein Tor nach einer Ecke, wieder einmal ein wichtiger Punkt bei Hertha BSC: Der VfL Bochum kann froh sein über das 1:1 im Olympiastadion nach einer erneut über weite Strecken spielerisch schwachen Partie. Leandro Morgalla rettete die Bochumer wie einst Keven Schlotterbeck. Ein Punkt, der für den Klassenerhalt enorm wichtig werden dürfte. Doch was hilft gegen die spielerische Armut? In einer neuen Folge „Inside VfL – Der Stadtwerke-Bochum-Talk der WAZ und Radio Bochum“ diskutiert Moderatorin Annalena Fedtke mit den beiden VfL-Reportern der WAZ, Ralf Ritter und Stefan Döring, über diese Frage. Beide plädieren für ein Startelf-Rückkehr von Kevin Vogt und argumentieren, warum er dem VfL Bochum im Spielaufbau viel geben könnte.
Außerdem sprechen die drei über zwei strittige Szenen im Spiel gegen Hertha BSC, an denen Matus Bero beteiligt war, das Auswärts-Gesicht des VfL Bochum und das Sechs-Punkte-Spiel gegen Holstein Kiel am kommenden Sonntag. Zudem ein Tipp: Am Samstag spielt die U19 des VfL im Halbfinale des DFB-Pokals auf dem heimischen Leichtathletik-Platz an der Castroper Straße gegen den VfB Stuttgart (11 Uhr).
Der VfL Bochum steht vor den entscheidenden Wochen dieser Saison. Ja, solche Sätze gibt es im Verlauf eines Spieljahres häufig, doch in dieser Phase des Jahres sind die anstehenden Spiele umso wichtiger. Zumal die Mannschaft von Uwe Rösler nun vor allem gegen Gegner antreten muss, die unter ihr in der Tabelle der Zweiten Liga platziert sind. Den Auftakt in diese Wochen bildet das Spiel am Sonntag gegen Holstein Kiel (13.30 Uhr, Sky).
Mit einem Sieg könnte sich der VfL Bochum nach vielen Unentschieden in den vergangenen Wochen und Monaten nachhaltig von den Abstiegsplätzen absetzen. Gemeinhin wird deshalb bei solchen Aufeinandertreffen von Sechs-Punkte-Spielen gesprochen, wie es auch Rösler unter der Woche bereits tat. Mit einem Erfolg würde der VfL Bochum den Vorsprung auf die Norddeutschen, und damit momentan auf den ersten Abstiegsplatz, auf elf Punkte erhöhen. Bei einer Niederlage allerdings würde der VfL noch einmal tief in die Abstiegszone gezogen werden.
Live! Pressekonferenz mit Uwe Rösler vor dem Kiel-Heimspiel
Die Aufgabe für die Bochumer wird also klar sein: Im Heimspiel von Beginn an Gas geben, die Kieler unter dem neuen Trainer Tim Walter erst gar nicht in die gefährlichen Zonen kommen lassen und selbst die Schwächen des Walter-Fußballs gnadenlos ausnutzen.
VfL Bochum: Rösler warnt von Holstein Kiel
Der Respekt von Rösler in jedem Fall ist groß. „Was die gegen Nürnberg abgezogen haben, war absolut beeindruckend. Sie haben eine hohe Intensität, es ist die schnellste Mannschaft der Liga. Sie haben keinen Spieler, der unter 33,3 km/h läuft“, sagte er schon am Mittwoch im Gespräch. „Sie laufen an wie Geisteskranke. Sie haben eine hohe Intensität gegen den Ball und mit dem Ball einen klaren Plan. Es wird ein harter Brocken.“
Und dennoch wird es einer, den die Bochumer durchaus knacken könnten. Offen ist allerdings noch, mit welchem Personal. Vor allem in der Innenverteidigung. Gegen Hertha BSC Berlin (1:1) erwischte nämlich Noah Loosli einen seiner schwächeren Tage – wie schon gegen Fortuna Düsseldorf, als allerdings nahezu jeder Spieler weit von seinem Leistungsmaximum entfernt war. Vertraut Rösler Loosli erneut? Diese Frage ließ er am Freitagmittag noch offen.
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