Der VfL Bochum hat nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg eingefahren. Beim 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg ließ die Mannschaft von Uwe Rösler nach drei nötig gewordenen Wechseln in der Startelf aber lange viel von dem vermissen, was sie in den letzten Wochen stark gemacht hatte.

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So dauerte es nach einer Anfangsphase, in der sich Fehlpass an Fehlpass reihte, bis zur 14. Minute, dass der VfL erstmals gefährlich vor das Tor der Gäste kam. Farid Alfa-Ruprecht, der kurzfristig für den am Oberschenkel lädierten Gerrit Holtmann einspringen musste, setzte sich auf der linken Seite durch. Seine Flanke fand den ebenfalls wieder in der Startelf stehenden Callum Marshall, dessen Kopfball aber drüber ging. Der Nordire war es, der nach 22 Minuten aus 18 Metern die nächste Gelegenheit liegen ließ. Es fehlten nur Zentimeter.

VfL Bochum muss früh wechseln – Wittek fehlt gegen Fortuna

Zwischen diesen beiden Chancen gab es eine bittere Nachricht für den VfL: Rechtsverteidiger Leandro Morgalla musste vom Platz, nachdem er sich immer wieder an die Brust fasste (17.). Der Spieler und der Klub sind besonders sensibilisiert, da er mit Herzproblemen 2024 fast ein halbes Jahr pausieren musste. Auf der anderen Außenverteidiger-Position muss Rösler in der kommenden Woche gegen Fortuna Düsseldorf wechseln, weil sich Maximilian Wittek seine fünfte Gelbe Karte abholte.

VfL Bochum - 1. FC Nürnberg
Musste beißen: Bochums Cajetan Lenz (l) im Duell mit Berkay Yilmaz.© dpa | Inderlied

Es kam noch viel dicker für den VfL. Alfa-Ruprecht spielte einen katastrophalen Pass, der Mats Pannewig in einen nicht zu gewinnenden Zweikampf mit Rabby Nzingoula zwang. Dieser trug den Ball schnell nach vorn und nahm Tom Baack mit. Dessen Hereingabe erlief Zoma, nachdem er Olsen und Erhan Masovic davongelaufen war, und zur Führung versenkte (38.).

Hofmann beim VfL Bochum zweimal im Fokus

Kurios wurde es kurz vor der Pause: Videoschiedsrichter Guido Winkmann, der ein Handspiel von Fabio Gruber nach einem Kopfball von Philipp Hofmann monierte, schaltete sich ein – gut eine Minute, nachdem die Szene passiert war. Elfmeter für den VfL gab es allerdings nicht, weil Hofmann bei der Flanke von Wittek im Abseits stand. So ging es für den VfL verdient mit einem Rückstand in die Pause.

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Aus dieser kam Bochum stärker heraus. Die erste Chance ließ Alfa-Ruprecht nach einem Freistoß-Trick allerdings kläglich liegen (56.). Pech hatte hingegen Philipp Hofmann in der 70. Minute nach einer Marshall-Hereingabe, weil Jan Reichert im Nürnberger Tor die Faust gerade noch hochbekam.

VfL Bochum: Onyeka jubelt über den Ausgleich

Mit der Hand war kurz darauf auch Luka Lochoshvili am Ball. Problem nur: Er ist Verteidiger beim Club. Nach einer starken Aktion vom eingewechselten Moritz-Broni Kwarteng und Onyeka verhinderte der Nürnberger den Abschluss von Marshall im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Onyeka sicher zum Ausgleich (73.). Der VfL baute nun Druck auf, die klaren Aktionen allerdings fehlen, sodass am Ende zumindest ein Punkt gegen den Tabellennachbarn zu Buche stand.