Dennis Seimen – dieser Name wird die Spieler des VfL Bochum wohl auch in der kommenden Nacht noch verfolgen. Der Keeper des SC Paderborn ließ Koji Miyoshi, Philipp Hofmann und Co. am Sonntagnachmittag im Ruhrstadion regelrecht verzweifeln und hielt das 0:0 gegen die Bochumer fest, die eine gute Partie machten und unter Trainer Uwe Rösler weiter sehr schwer zu schlagen sind. „Wir hätten das Spiel 1:0, 2:0 gewinnen müssen“, sagte Gerrit Holtmann. „Es war ein gutes Spiel von uns, wir haben einfach das Glück nicht gehabt.“

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Nachdem es direkt in der ersten Minute gefährlich wurde, als Koji Miyoshi vor Seimen auftauchte, begann eine lange Phase des Abtastens. Erst nach 16 Minuten gab es wieder so etwas wie Torgefahr, als Francis Onyeka mit seinem Abschluss das Außennetz traf. Dies war der Startschuss für den VfL, der nun immer mehr die Kontrolle übernahm und auch den Weg vor das Tor fand. „Der Ansatz des Pressings war zuerst nicht optimal. Als wir es verstanden haben, waren wir richtig gut“, sagte Rösler. Nach 19 Minuten war nach einer Ecke im Gewusel aber Schluss und Miyoshi musste sich die fünfte Gelbe Karte abholen, um den Konter zu unterbinden. Er wird im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am kommenden Freitag fehlen.

VfL Bochum: Miyoshi fehlt gegen Nürnberg

Für den VfL eine bittere Nachricht, denn der kleine Japaner war am Sonntag einer der besten Bochumer. Und wäre in der 30. Minute beinahe zum Helden geworden. Philipp Hofmann behauptet im Mittelfeld den Ball und sah den startenden Miyoshi. Dieser ließ im Strafraum Jonah Sticker aussteigen und Felix Götze konnte nur noch mit der Hand klären. Der Elfmeter aber wurde einkassiert, weil Miyoshi beim Hofmann-Zuspiel knapp im Abseits stand.

VfL Bochum - SC Paderborn 07
Hielt alles: Paderborn-Keeper Dennis Seimen.© dpa | Inderlied

Immer wieder waren es die beiden im Zusammenspiel, die für große Torgefahr sorgten. Immer wieder allerdings war Paderborns Keeper Dennis Seimen zur Stelle. Hofmann scheiterte so in der 37. Minute nach einer überragenden Aktion am Paderborner Schlussmann und auch Miyoshi fand den Weg nicht an ihm vorbei (40., 44.). Das Duell VfL Bochum gegen Seimen ging klar an den 20-Jährigen, der auch in der zweiten Hälfte genau da weitermachte, wo er 15 Minuten zuvor aufgehört hatte. Nach einer Hereingabe von Mats Pannewig war Seimen erneut Sieger gegen Miyoshi.

Seimen hält alles – VfL Bochum verzweifelt

Und Paderborn – immerhin ein Aufstiegskandidat? Von denen war wenig zu sehen, beinahe hätte allerdings der ehemalige Kölner Steffen Tigges mit einem Kopfball noch vor der Pause die Welt auf den Kopf gestellt, er traf aber nur die Latte. Im zweiten Durchgang spielte Paderborn zwar mehr nach vorn, die besten Chancen allerdings hatten weiterhin die Hausherren, die in den von einigen Fans scharf kritisierten schwarzen Sondertrikots spielten. Einzig Sven Michel konnte Timo Horn nach 57 Minuten prüfen. Der Bochumer Keeper machte es Seimen auf der anderen Seite aber nach und hielt stark.

Bochum ließ sich davon aber nicht beirren und suchte weiter den Weg nach vorn. Fand aber keinen vorbei an Seimen. Auch Gerrit Holtmann scheiterte in der 60. Minute gleich zweimal mit starken Abschlüssen. Dann brachte Uwe Rösler Callum Marshall für den guten Miyoshi. Der VfL kam nun aber nicht mehr so recht in die gefährlichen Räume – bis in die Nachspielzeit hinein, als auch Maximilian Wittek an Seimen scheiterte. „Das war heute leider das Problem, dass wir aus den zahlreichen Chancen kein Kapital geschlagen haben“, sagte Rösler. Eine schlechte Nachricht gab es allerdings trotzdem noch. Nach einer Gelben Karte für Philipp Strompf muss der VfL den nächsten Ausfall für die kommende Woche beklagen. Auch er fehlt gesperrt.