Zusammenfassung
- Für das Auswärtsspiel des VfL Bochum bei Fortuna Düsseldorf wurden mehr als 8400 Tickets verkauft – ein neuer Saisonrekord für den Verein.
- Im Gegensatz dazu läuft der Verkauf für das kommende Heimspiel gegen Paderborn eher schleppend, es sind noch viele Karten verfügbar.
- Insgesamt sind die Bochumer Fans trotz Abstieg und schlechtem Saisonstart reisefreudig und sorgen regelmäßig für starke Unterstützung bei Auswärtsspielen.
Flutlichtspiel am Freitagabend, NRW-Duell und schönste Erinnerungen: Die Fans des VfL Bochum sind heiß auf das nächste Auswärtsspiel des Zweitligisten bei Fortuna Düsseldorf. Es ist das erste Wiedersehen in der Düsseldorfer Arena seit dem Relegations-Wunder-Sieg im Sommer 2024, als der VfL die Bundesliga-Rettung im Elfmeter-Drama feierte. Die Fans dürften bei der Partie am Freitag, 27. Februar (18.30 Uhr) eine neue Saisonbestmarke aufstellen.

Die zunächst nur 4700 Gäste-Tickets waren schnell vergriffen. Der VfL hatte ein zusätzliches Kontingent für die benachbarten Sitzplatzbereiche in den Blöcken 121 bis 124 auf der Nordtribüne erhalten, das seit Montag, 9. Februar, im Verkauf war. Und auch diese Karten waren in kürzester Zeit vergriffen, erklärte der Klub nun in einem Update auf seiner Homepage. In Absprache mit der Fortuna habe der Klub daher weitere rund 1250 Karten erhalten für die Sitzplatz-Blöcke 16 bis 18 im Unterrang.
Drittes Karten-Kontingent für Düsseldorf-Spiel fast ausverkauft
Der Run hielt an, auch das dritte Kontingent ist mittlerweile ausverkauft. Insgesamt werden somit laut Vereinsangaben mehr als 8400 Fans des VfL in Düsseldorf ihr Team anfeuern im offiziellen (erweiterten) Gästebereich. So viele Auswärtskarten bot der Klub in den vergangenen Jahren noch nie an. Selbst für die letzten Gastspiele in Dortmund verkaufte der VfL „nur“ rund 7500 Tickets.
VfL Bochum: Für Paderborn gibt es noch Tickets

Damit stellt der VfL auch einen neuen Fan-Rekord im fremden Stadion auf in dieser Saison, nachdem beim Derby auf Schalke offiziell 6400 Bochumer in der königsblauen Arena waren. Und: Durchaus möglich, dass weitere Bochumer Anhänger sich mit Karten in benachbarten Blöcken eindecken. In sozialen Medien wird längst das Ziel „10.000“ ausgerufen. Ein neuer Zweitliga-Rekord wäre dies aber noch nicht. Im Mai 2002 pilgerten (mindestens) 12.000 VfL-Fans zum erfolgreichen Aufstiegs-Drama-Endspiel auf den Aachener Tivoli.

Dagegen ist das Interesse am kommenden Heimspiel gegen den SC Paderborn vergleichsweise gering. Es gibt noch reichlich Karten in mehreren Blöcken, Stand Freitagvormittag auch noch Stehplatzkarten im Block Q. Der freie Verkauf im Ticketonline-Shop des VfL Bochum läuft, was in den letzten Jahren bekanntlich nur sehr selten vorkam, zuletzt vor dem Heimspiel gegen Darmstadt zum Jahresauftakt.
Rekord beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern
Einen Vereins-Rekord in dieser Spielzeit hatten die Bochumer bereits beim Gastspiel in Kaiserslautern geknackt mit 3600 Fans: Nie waren mehr VfL-Fans bei einem Zweitligaspiel auf dem Betzenberg. Mehr als 3000 VfL-Anhänger waren in dieser Saison zudem auch in Nürnberg (ca. 3030) und Hannover (4000).
Überhaupt bleiben die VfL-Fans reisefreudig, trotz des Abstiegs aus der Bundesliga und des schlechten Saisonstarts. Laut dem Portal „fussballmafia.de“ füllten bei den bisher elf Auswärtsspielen im Schnitt rund 2670 VfL-Fans die Gästeblöcke. In der Bundesliga-Vorsaison kam Bochum auf rund 3150 Auswärtsfans im Schnitt.
Auch bei Hertha ist mit tausenden VfL-Fans zu rechnen
Da neben dem Fortuna-Match auch das Gastspiel im größten Zweitliga-Stadion bei Hertha BSC noch ansteht, könnte diese Zahl durchaus erneut erreicht werden, zumal etliche Fanklubs bereits ankündigten, das Berlin-Spiel am Samstagabend, 14. März (20.30 Uhr) zu einer Tour zu nutzen wie so oft in der jüngeren Vergangenheit. So pilgerten im Mai 2023 rund 12.000 VfL-Anhänger in die Hauptstadt, als es um den Klassenerhalt ging und Keven Schlotterbeck für einen Riesenjubel sorgte mit dem späten 1:1.
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Die Saison-Zahlen 2025/26 wären noch höher, wenn manche Arenen in der 2. Liga mehr Platz bieten würden. So waren die Tickets für die letzten Auswärtsspiele in Elversberg und Münster schnell ausverkauft, weil nur 1500 Gäste-Fans in die im Um- und Ausbau befindlichen Stadien passten.
Fan-Invasionen des Schalke 04 sind nicht zu toppen
Unangefochtener Spitzenreiter bei den Auswärtsfans bleibt wie in den Vorjahren der FC Schalke 04, der auch alle Bundesligisten wie den Hamburger SV (6100), Bayern und Köln klar distanziert. Im Schnitt supporten rund 8000 Schalker ihr Team in der Fremde, allein in Berlin waren es etwa 25.000. Dresden und Kaiserslautern kommen auf rund 4450 Auswärts-Fans im Schnitt. Aktuell liegt der VfL in diesem Ranking auf Rang acht der 2. Liga.





