Trotz eines anständigen Auftritts beim SC Preußen Münster hat es der VfL Bochum verpasst, den Derbysieg gegen den FC Schalke 04 zu veredeln. Im Preußenstadion reichte es nach Rückstand und 58 Prozent Ballbesitz nur zu einem 1:1 (1:0). Die Mannschaft von Uwe Rösler spielte die eigenen Aktionen zu inkonsequent aus und ließ sich einmal zu tölpelhaft mit einem langen Ball ausspielen.

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Viel mehr wäre in der Partie aber vielleicht auch nicht verdient gewesen. Schon das, was in der Anfangsphase passierte, konnte man bestenfalls als Abtasten bezeichnen. So kam die dicke Gelegenheit nach zwölf Minuten für Koji Miyoshi vollkommen überraschend – wohl auch für ihn selbst. Callum Marshall versuchte es einfach mal mit einer Flanke in den Strafraum, wo Paul Jaeckel den Ball untersprang, sodass Koji Miyoshi vollkommen frei vor Johannes Schenk auftauchte. Der erste Kontakt des Japaners war zu schwach, sodass Schenk die Szene entschärfen konnte.

Schenk verhindert den Rückstand für Preußen Münster

Auch in der 18. Minute war es Schenk, der den Einschlag verhinderte, als der VfL nach einem Ballgewinn blitzschnell umschaltete und über drei Stationen der Ball zu Gerrit Holtmann kam, der es direkt versuchte. Danach verloren die Gäste etwas den Faden, das Spiel plätscherte vor sich hin. Bis zu einem Querschläger von Noah Loosli (26.), der den bis dahin schwachen Münsteranern eine Ecke einbrachte. Und die wurde direkt gefährlich. Jano Ter Horst kam eingelaufen, verlängerte, aber am langen Pfosten behinderten sich Neuzugang Imad Rondic und Torge Paetow gegenseitig.

Preußen Münster - VfL Bochum
Immer wieder Schenk: Der Preußen-Keeper hielt lange die Null bei den Hausherren.© dpa | Thissen

Ebenfalls nach einer Ecke wurde es auf der Gegenseite gefährlich, bei der Schenk nicht gut aussah. Sein Klärungsversuch landete vor den Füßen von Francis Onyeka, dessen Schuss genauso wenig den Weg ins Tor fand, wie der Nachschuss von Marshall.

Strompf pennt beim VfL Bochum – Rondic trifft

Als wenig danach aussah, dass diese Partie Tempo aufnehmen würde, hatte plötzlich Jorrit Hendrix einen Geistesblitz. Erst setzten Cajetan Lenz und Miyoshi den Münsteraner zu wenig unter Druck, der dann sah, dass Philipp Strompf schlecht positioniert war, und Rondic schickte. Der Steilpass ging genau zwischen die Innenverteidiger und Loosli kam nicht hinterher. Rondic behielt die Nerven und lupfte zur überraschenden Führung über Timo Horn hinweg ins Tor.

Der VfL brauchte bis zur 54. Minute, um wieder gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Nach einer Flanke von Holtmann ging der Abschluss von Miyoshi drüber, kurz darauf scheiterte Holtmann nach einem Zuckerpass von Marshall und einem Sololauf an Schenk. Dann machte es Miyoshi seinem dritten Abschluss des Tages endlich besser. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Maximilian Wittek legte Hofmann mit dem Kopf ab und der Japaner schloss trocken ins kurze Eck ab (59.).

Bei deisem Ergebnis sollte es bleiben, weil auf der einen Seite Horn mehrfach stark klärte und Moritz-Broni Kwarteng (73.) und Oliver Olsen vielversprechende Chancen liegen ließen (90.).