Marcel Sobottka verließ den Trainingsplatz im Bochumer Regen zusammen mit einem Mannschaftsbetreuer, unterhielt sich angeregt und lachte dabei viel. Der 31-jährige Mittelfeldspieler fühlt sich ganz offensichtlich wohl beim VfL Bochum, wo er seit Anfang Januar mittrainiert und mit dem er in der vergangenen Woche auch im Trainingslager in Belek weilte. Jeweils als Gastspieler.
VfL Bochum holt Sobottka: Rösler löbt Führungs- und fußballerische Qualitäten
Am Donnerstagabend hat sich sein Status offiziell geändert: Der VfL hat Sobottka mit einem Vertrag ausgestattet, der bis zum Saisonende läuft. Er wird mit der Rückennummer 31 auflaufen und ist der Eins-zu-Eins-Ersatz für den zum FC Nantes abgewanderten Ibrahima Sissoko. „Die rund zweiwöchige Probezeit war sinnvoll und nützlich, um die Mannschaft kennenzulernen“, wird Sobottka in einer VfL-Mitteilung zitiert. „Die Jungs haben es mir supereinfach gemacht und mich toll aufgenommen. Die Mannschaft ist charakterlich top, man sieht die Qualität, die da auf dem Platz steht. Wir wissen, dass wir Vollgas geben müssen. Dabei will ich vorneweg gehen.“

Allerdings muss Sobottka nach einem halben Jahr ohne Fußballspiele und zuvor längeren Verletzungspausen noch an sich arbeiten. „Er braucht noch mehr Frische und Spritzigkeit. Das ist aber normal. Er hat lange kein Fußball gespielt. Er ist in 80 Minuten gegen Aachen gut durchgekommen. Kondition ist bei ihm kein Problem. Er muss Spritzigkeit erlangen und dynamischer werden. Aber das bekommen wir hin“, sagte Trainer Rösler neulich.
Dass Sobottka die Rückrunde im blau-weißen VfL-Dress bestreiten wird, kommt nicht von ungefähr. Er und Rösler kennen sich noch aus der gemeinsamen Zeit bei Fortuna Düsseldorf, wo Sobottka zehn Jahre spielte, nachdem er beim FC Schalke 04 ausgebildet worden war. Als sich abzeichnete, dass Sissoko den Verein in diesem Winter unbedingt verlassen wolle, lud der VfL kurzerhand Sobottka zum Vorspielen ein. Und der 31-Jährige überzeugte – nicht nur aufgrund seiner spielerischen Attribute als klarer Sechser.

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Schon in Düsseldorf habe Rösler Sobottkas „Fähigkeiten, auch in Sachen Leadership, geschätzt. Seine fußballerischen Qualitäten stehen außer Frage, jetzt geht es für ihn nach der längeren Pause darum, wieder in den Belastungsrhythmus zu kommen“, erklärte der Trainer in einer Klubmitteilung am Donnerstag. „Die bisherigen Schritte dazu, inklusive seiner 80 Minuten im Testspiel, zeigen positive Wirkung.“
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„Er hat sich sehr gut in der Mannschaft bewegt, die Mannschaft mag ihn. Er ist gut für die Kabine und weiß, wie wir spielen“, freute sich Rösler am Mittwochmittag. Zu große Erwartungen will er aber erst gar nicht aufkommen lassen. „Er muss sich natürlich noch etwas reinfinden, weil wir mit zwei Sechsern spielen. Es sieht aber gut aus. Er wäre quasi der Sissoko-Ersatz“, so Rösler. Allerdings als kostengünstige Alternative, die sich ohne zu Murren auch hinten anstellen wird. Denn Cajetan Lenz und Mats Pannewig dürften in der Rückrunde die bevorzugten zentralen Mittelfeldspieler sein.








