Es sind schwere Vorwürfe, die aktuell im Raum stehen. Wollte der Karlsruher SC seinen Trainer Christian Eichner tatsächlich zum Rücktritt zwingen? Diese These stellte der Sport-Reporter Thomas Wagner Anfang der Woche bei Sky Sport. „Man entlässt nach einer Niederlagenserie den Co-Trainer – ein Vorgang, den es im deutschen Fußball überhaupt nicht gibt. Es gibt für mich nur eine schlüssige Argumentation: Man wollte mit dieser Entlassung Christian Eichner zum Rücktritt zwingen, um ein bisschen Geld zu sparen“, sagte er. Ob wahr oder nicht wahr – diese Aussage verdeutlicht allemal, dass es beim kommenden Gegner des VfL Bochum drunter und drüber geht.

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In bislang beispielloser Art haben sich die Verantwortlichen des KSC ihren Verein vor einigen Tagen selbst in die Bredouille gebracht, als sie den langjährigen Co-Trainer Zlatan Bajramovic ohne Vorwarnung für Cheftrainer Eichner freigestellt haben. Auch die Mannschaft war tief betroffen, hieß es aus dem Umfeld des Teams.
Wollte der KSC Eichner zum Rücktritt zwingen?
Der KSC war gegenüber ka-news bemüht, das Gerücht über eine provozierte Kündigung von Eichner einzufangen. „Die von dem Sky-Reporter Thomas Wagner geäußerte Mutmaßung entbehrt jeder Grundlage. Zu keinem Zeitpunkt gab es beim Karlsruher SC Überlegungen, mit personellen Maßnahmen Christian Eichner zu einem Rücktritt zu bewegen oder finanzielle Motive in den Vordergrund zu stellen“, hieß es in einem Statement. Die Trennung von Bajramovic sei „ausschließlich aus strategischen Erwägungen“ geschehen.

Und dennoch: Eichner kündigte daraufhin, trotz Vertrags bis 2027, an, sich „intensiv“ Gedanken über seine Zukunft zu machen. Wird nun der VfL Bochum zum Schicksalsgegner für Eichner und den KSC? Neben der internen Krise schlittert der Sport-Club nämlich derzeit auch durch eine sportliche Krise. Fünf Spiele in Serie verloren die Badener, haben sich vorerst aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet und könnten bei einer Pleite in Bochum auch von der Mannschaft von Uwe Rösler in der Tabelle überholt werden.
VfL-Trainer Rösler lobt Eichner
Der übrigens hat großen Respekt vor seinem 43-jährigen Gegenüber. „Ich kenne den Trainer schon jahrelang. Er war damals schon beim KSC, als ich in Düsseldorf war. Lange bei einem Verein zu sein, ist ein Beweis von Qualität. Er ist viele Jahre in Karlsruhe Trainer und liefert da gute bis sehr gute Leistungen ab“, sagte Rösler unter der Woche. „Ich weiß genau, dass der Trainer absolut in der Lage ist, seine Mannschaft gut auf uns einzustellen. Angeschossene Bären sind immer die gefährlichsten“, warnte er.
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Fraglich ist nur, ob dies auch auf den KSC in Bochum zutrifft. Mit Marcel Franke und Fabian Schleusener fehlen Eichner sein wichtigster Innenverteidiger und der Eckpfeiler im Angriff. Lilian Egloff fehlt weiter verletzt, Rafael Pinto Pedrosa und Sebastian Jung sind erkrankt. Dennoch will Eichner nicht aufgeben. „Hinter der Mannschaft liegen herausfordernde Tage, aber wir wollen dieser Herausforderung gerecht werden. Wir geben der Mannschaft Rückhalt und Energie“, sagte er vor dem Spiel im Ruhrstadion.








