Andreas Luthe geht in die Politik: Der Vorstandsvorsitzende des VfL Bochum kandidiert für die CSU im Ortsverband Stadtbergen, der zum Landkreis Augsburg gehört, bei der Stadtratswahl. Luthe, geboren in Velbert und als Torwart beim VfL zum Profi gereift, wohnt mit seiner Familie bei Augsburg. Dort stand er einst auch für den Bundesligisten FC Augsburg im Tor.
Der 38-Jährige hofft auf einen Sitz im Stadtrat bei den Kommunalwahlen, die in Bayern am 8. März 2026 stattfinden. Allerdings steht er nur auf Listenplatz 22 von 24 bei der CSU. „Auch die Politik hat ein Altersproblem“, sagte er auf Nachfrage dieser Redaktion zu seinem Engagement. „Ich unterstütze den Ortsverband schon sehr lange bei Sport- und Jugendförderungs-Themen. In diesen Feldern würde ich mich als Familienvater im Fall der Wahl im Stadtrat einbringen.“ Offen ist, ob er überhaupt gewählt wird.
Luthe hatte seine Profikarriere im Sommer 2024 nach dem Relegations-Wunder von Düsseldorf beendet. Ein Jahr später setzte er sich mit seinem „Team Zukunft“ Mitte Juni bei den Präsidiumswahlen des VfL gegen das Team „Wir für den VfL“ durch. Er ist selbstständig in der Unternehmensberatung für Teams und Führungskräfte aktiv.
Luthe engagiert sich ehrenamtlich für Kinder und Gleichberechtigung
Bereits während und dann nach seiner Karriere war und ist Luthe in etlichen Vereinen oder Institutionen ehrenamtlich aktiv, nicht nur beim VfL. So auch im sozialen Bereich. Luthe gründete parallel zu seiner sportlichen Laufbahn den Verein „In safe Hands“ mit, der sich mit vielfältigen Projekten für Wertschätzung und Chancengleichheit für Kinder einsetzt.
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Nun steigt er auch amtlich, sozusagen, in die Politik ein, sofern er gewählt wird. Engagiert hat er sich im Ortsverband der CSU schon länger. Der Familienvater will sich vor allem für die Themen rund um Sport- und Jugendförderung einsetzen.

Weitere Ehrenämter: Luthe steht vor neuen Aufgaben in Augsburg
Sollte Luthe gewählt werden, hätte er nach dem örtlichen Wahlkampf weitere Aufgaben und Termine in Augsburg zu bewältigen. Vor der Mitgliederversammlung war seine Kandidatur noch nicht in Bochum durchgesickert, diese leitete er am vergangenen Dienstag, 18. November. Weitere oft ehrenamtliche Posten allerdings bekleidet er schon länger.
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Im Interview mit dieser Redaktion ein paar Tage vor der Mitgliederversammlung hatte Luthe auf die Frage, ob er aufgrund etlicher Ämter perspektivisch überhaupt genug Zeit für den VfL habe, gesagt: „Wenn man diese Diskussion führt, dann müssen wir uns in Zukunft darüber unterhalten, ob der Vorstand nicht in Vollzeit arbeitet für den VfL Bochum, wie es in einigen anderen Vereinen schon passiert. Auch das wäre ein Teil der Professionalisierung. Ansonsten darf ein ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender weitere Ehrenamtsposten wahrnehmen.“







