Am Ende war es nur noch eine Frage der Zeit, wann der VfL Bochum Vollzug vermelden würde. Am späten Donnerstagnachmittag teilte der Zweitligist mit, dass Uwe Rösler neuer Trainer wird. Der 56-Jährige aus Thüringen unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2027, so der Klub. Nach Informationen dieser Redaktion gilt er aber - im Abstiegsfall - nicht für die 3. Liga. Wie bereits am Mittwoch berichtet, war Rösler Top-Kandidat. Seine Karriere, sein Profil, Hintergründe zum Deal und was noch noch nicht geklärt ist lesen Sie hier.

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Der ehemalige Stürmer brachte es auf über 400 Profispiele für Klubs wie Kaierslautern, Nürnberg und Southampton. Besonders beliebt war er bei den Fans von Manchester City wegen seiner leidenschaftlichen Spielweise. Bei City schaffte er es sogar in die „Hall of fame“. Mit VfL-Legende Dariusz Wosz gibt es nun ein Wiedersehen. Wosz ist Leiter der VfL-Fußballschule, an seiner Seite bestritt Rösler einst fünf Spiele für das Nationalteam der ehemaligen DDR.
Trainer bei Fortuna Düsseldorf und zuletzt in Aarhus
Als Trainer arbeitete der offensiv denkende Coach in England, Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland. Anderthalb Jahre trainierte er Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga, wo er den Abstieg knapp nicht verhindern konnte, und in der 2. Liga. Nach Rang fünf mit 56 Punkten - Meister wurde 2020/21 der VfL Bochum - trennten sich die Wege.

In den vergangenen drei Jahren coachte er überwiegend erfolgreich Aarhus GF in Dänemark, führte das Team dreimal in die Meisterrunde der besten sechs Teams und 2024 ins Pokalfinale. Nach einer Niederlagen-Serie in der letzten Meisterrunde trennten sich die Wege im Sommer. Jetzt übernimmt Rösler die schwere Aufgabe, den nach sieben Partien auf Rang 17 abgestürzten VfL wieder auf Kurs zu bringen.
VfL Bochum: Rösler setzt auf „absolut intakte Mannschaft“
Interimstrainer David Siebers wird nach dem Spiel in Kaiserslautern am Samstag (13 Uhr/Sky), auf das er das Team in dieser Woche mit intensiven Einheiten vorbereitet hat (Bericht: hier), zur U19 zurückkehren. Rösler, der als starker Kommunikator gilt, sagte laut Vereinsmitteilung: „Ich halte David Siebers für ein großartiges Trainertalent und wünsche ihm für die schwierige Aufgabe auf dem Betzenberg viel Erfolg. Ich bin mir sicher, dass ich eine absolut intakte Mannschaft übernehme und freue mich schon jetzt riesig auf die Herausforderung bei einem großartigen Klub, den ich während meiner gesamten Karriere stets als außergewöhnlich wahrgenommen habe.“
Kaenzig schwärmt von Rösler: „Autorität und Expertise“

Ilja Kaenzig, als Geschäftsführer federführend bei der Trainersuche, erklärte: „Wir freuen uns, dass wir mit Uwe Rösler einen extrem erfahrenen Trainer gefunden haben, der auch international seine Spuren hinterlassen und sehr vieles erlebt hat. Er hat uns in den Gesprächen mit seiner Expertise und seiner Autorität begeistert. Wir hoffen, dass er es schafft, der Mannschaft die nötige Stabilität zu geben, um schnellstmöglich in ruhigere Tabellenregionen zu kommen.“
Rösler wird die VfL-Profis am kommenden Montag erstmals trainieren und sich auf einer Pressekonferenz den Fragen der Medien stellen.

VfL-Chef Andreas Luthe: Viel Lob für David Siebers
Involviert in die Trainersuche war auch das Präsidium, das beim VfL ja ohnehin bei wichtigen Entscheidungen das letzte Wort hat. Andreas Luthe dankte David Siebers, „dass er diese herausfordernde Aufgabe in einer schwierigen Situation bei der Lizenzmannschaft angenommen und für „seinen“ Verein von der ersten Sekunde an alles versucht und gegeben hat. Wir sind auch in Zukunft von seinen Fähigkeiten absolut überzeugt“, so der Vorstandsvorsitzende. „Vor allem aber sind wir froh, dass er dem VfL erhalten bleibt und wieder seine ursprüngliche Aufgabe bei der U19 übernehmen wird“, sagte Luthe.
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Luthe: Rücken vom Weg mit eigenen Talenten nicht ab
Luthe weiter: „Es gibt keinen Zweifel, dass er dort gemeinsam mit seinen Kollegen, die während seiner Interimstätigkeit ausgeholfen haben und denen es ebenfalls zu danken gilt, sofort an die großartige Arbeit im Nachwuchsbereich anknüpfen wird. Dadurch wird David auch weiterhin ein ganz wichtiger Teil für unseren Weg mit eigenen Talenten sein, von dem wir trotz der aktuellen Lage nicht abrücken werden.“
Der Vereinschef stellte Siebers sogar ein neues Job-Angebot in der Zukunft in Aussicht. „Wir sind überzeugt, dass es einen Zeitpunkt geben wird, an dem David Siebers seine Fähigkeiten als Cheftrainer im Profibereich langfristig unter besseren Bedingungen und inklusive einer Vorbereitungszeit zeigen kann“, sagte Luthe.








