Als der Rauch vollends aufgestiegen war, wurde es dunkler im Max-Morlock-Stadion. Die Schwaden, die aus dem Gästeblock emporstiegen, hatten sich inzwischen zu einer lila Wolke vereint und setzten sich vor die Fluchtlichtmasten. Es wirkte wie ein Schleier, wie Nebel. Es war das Resultat einer Pyroshow der Ultras des VfL Bochum.

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Schon gegen Ende der ersten Halbzeit zogen die Anhänger im Gästeblock ihre Fahnen nach oben, um sich darunter augenscheinlich zu vermummen. Der typisch Ritus der Ultras, bevor sie gegen die geltenden Regularien und Gesetze verstoßen und in Stadien Pyrotechnik zünden. So wollen sie möglichst unerkannt bleiben und ohne persönliche Strafen aus den Aktionen davonkommen.
VfL Bochum: Oldschool-Schal feiert Freundschaft zum FC Bayern
Zu Beginn der zweiten Halbzeit des am Ende mit 1:2 verlorenen Spiels beim 1. FC Nürnberg zündeten Teile der Gästefans dann rote und blaue Rauchtöpfe hinter einem Banner, das einen Old-school-Schal darstellte. Darauf zu sehen waren die beiden Logos und die Vereinsnamen des FC Bayern München und des VfL Bochum. In der Mitte zwei Hände, die einschlugen. Die klassische Symbolik, die es auf Freundschaftsschals gibt.
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Die Ultras des VfL Bochum feierten so im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg ihre Freundschaft zu den Anhängern des FC Bayern München, zu denen sie seit Jahrzehnten gute Kontakte pflegen. Regelmäßig besuchen sich einzelne Vertreter der einzelnen Gruppen bei Spielen. So auch am Samstagabend. Viele Anhänger des FC Bayern waren im Block, um ihre Freunde beim eigenen Erzrivalen zu unterstützen. Darunter Mitglieder der Ultra-Gruppen Schickeria München und Red Fanatics München. Die Bayern-Fans kamen in etwa in der 10. Minute der Partie an, nachdem sie direkt vom Auswärtsspiel ihre Mannschaft bei der TSG Hoffenheim nach Nürnberg gereist waren.
Als die Fans der Bayern im Block waren, schallte ein lautes „Bayern und der VfL“ durchs Stadion, in der zweiten Halbzeit gab es dann die Pyroshow. Der Akt der Freundschaftsbekundung dürfte für den VfL Bochum allerdings teuer werden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ahndet jedes pyrotechnische Erzeugnis mit 600 Euro. Zu erwarten sein dürfte daher eine Strafe von rund 15.000 Euro.







