316 Tage lang stand Dieter Hecking in den Diensten des VfL Bochum. Als Feuerwehrmann gekommen, ging es für ihn zwar runter in die 2. Bundesliga, aber auch weiter in Bochum. Nach zuletzt vier Niederlagen und nur einem Sieg zum Saisonstart, musste das Präsidium die Reißlinie ziehen. Hecking blickt auf seine Zeit zurück – und hat emotionale Worte für die Anhänger des VfL übrig.
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„Liebe VfL-Fans, ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich bei euch bedanken. Es war eine hochemotionale und intensive Zeit an der Castroper Straße, in der ich den VfL Bochum näher kennen lernen durfte und feststellen konnte, was für ein großartiger Verein er ist. Die Fans und Mitglieder, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Geschäftsleitung – allen voran Ilja Kaenzig –, der Staff, das Team hinter dem Team: diese Menschen machen den VfL aus und sorgen für eine lebendige Fußballkultur mitten im Ruhrpott.“
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Hecking denkt zurück an Abstiegskampf: „Mir hat die Leidenschaft imponiert“
Während seiner Amtszeit öffnete sich rund um Hecking eine Tür für Vereinslegende Anthony Losilla. Ihn berief der Coach zum dritten Co-Trainer. Der Franzose brennt wie kein Zweiter für den VfL, zieht auch neben dem Platz seine Leute so mit wie vorher als Spielführer. Im Abstiegskampf wurden die Bochumer zur Einheit. „Mir hat die Leidenschaft imponiert, mit der alle angepackt haben, um den Klassenerhalt zu schaffen, die Unterstützung war immer da“, betont Hecking.

Für mich persönlich eine Niederlage, bei der ich dennoch einen der großartigsten Momente meiner Karriere erleben durfte.
Dieter Hecking, Ex-Trainer des VfL Bochum über den Abstieg
„Leider ist uns das nicht gelungen. Für mich persönlich eine Niederlage, bei der ich dennoch einen der großartigsten Momente meiner Karriere erleben durfte. Wie uns trotz des Abstiegs ein ganzes Stadion das Gefühl von Zusammenhalt gegeben hat, war schon einzigartig. Insofern fiel es mir leicht, den ehrlichen Appell an die Fans zu richten, dass wir versuchen würden, den entstandenen Schaden zu reparieren“, sagt der Ex-Trainer in seinem Abschiedsbrief weiter.
Hecking: „VfL wird immer einen besonderen Stellenwert für mich einnehmen“
Neue Liga, neue Spieler, XXL-Umbruch: Was seine Zeit braucht, hat nicht viel Zeit. Drei Punkte aus fünf Spielen bedeuten für den VfL Platz 16. „Nach dem holprigen Start in die aktuelle Saison muss ich konstatieren, dass es mir und uns nicht gelungen ist, jene positive Stimmung in Erfolgserlebnisse umzuwandeln. Das hatte vielfältige Gründe, die schon jetzt überall aufgelistet sind, aber unterm Strich bleibt nur ein Sieg aus fünf Spielen in der 2. Bundesliga. Auch davor kann man die Augen nicht verschließen.“
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Zum Abschied gibt es von Hecking herzliche Worte: „Ich möchte mich insbesondere bei meinem Trainerteam und dem Staff bedanken, die wirklich hervorragende Arbeit leisten. Der Mannschaft wünsche ich den größtmöglichen Erfolg, gleiches gilt für meinen Nachfolger. Der VfL wird immer einen besonderen Stellenwert für mich einnehmen, ich werde seinen Werdegang aufmerksam verfolgen. Die Daumen für das Spiel am Samstag sind gedrückt. Es war mir eine Ehre. In diesem Sinne ein blau-weißes Glückauf!“




