Zahlreiche Fehlentscheidungen auf mehrere Ebenen führten den Abstieg des VfL Bochum aus der Fußball-Bundesliga herbei. Eine davon: die Ernennung von Peter Zeidler zum Cheftrainer vor dem Beginn der vergangenen Saison. Nur dreieinhalb Monate hielt sich der 62-Jährige im Amt, musste schon im Oktober gehen und war seitdem vereinslos.

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Nun kehrt Zeidler ins Trainergeschäft zurück. Er übernimmt den Schweizer Erstligisten Lausanne-Sport. Zeidler tritt die Nachfolge von Ludovic Magnin ein, der den Tabellenfünften der abgelaufenen Spielzeit in Richtung des FC Basel verlässt. Beim Trainingsauftakt am Montag wird Zeidler seinen Einstand feiern.

Peter Zeidler: In der Schweiz erfolgreich, beim VfL Bochum nicht

„Ich freue mich riesig und bin motiviert, zum FC Lausanne-Sport zu wechseln. Gemeinsam mit der Vereinsführung sind wir überzeugt, dass ich das Projekt LS erfolgreich umsetzen kann. Ich freue mich schon sehr auf die Arbeit, denn mir fehlt der Platz“, wird der Fußballlehrer von seinem neuen Verein zitiert.

In der Schweiz ist Zeidler kein Unbekannter, er genießt einen guten Ruf in der Alpenrepublik. Diesen erarbeitete sich der gebürtige Schwabe vor allem in seiner sechsjährigen Zeit beim FC St. Gallen. Zwischen 2018 und 2024 war er für den Klub tätig und weckte auch das Interesse des VfL Bochum.

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Doch nach seinem Wechsel ins Ruhrgebiet - in Bochum war er erstmals Cheftrainer eines deutschen Profiklubs - konnte Zeidler nicht an seine erfolgreiche Zeit in der Schweiz anknüpfen. Sein Einstand ging mit dem DFB-Pokal-Aus gegen den Drittligisten Jahn Regensburg gehörig daneben. Und in der Bundesliga sammelte er nur einen Zähler aus sieben Spieltagen, so dass die Verantwortlichen früh die Reißleine zogen. Mit Zeidler musste Sportdirektor Marc Lettau gehen.

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„Es fehlt die Überzeugung, dass der VfL in der bisherigen personellen Konstellation das Ziel Klassenerhalt schaffen kann“, teilte der VfL damals mit. Dieter Hecking übernahm, konnte Bochum trotz zwischenzeitlich aufsteigender Tendenzen auch nicht mehr retten. So geht es für den VfL in der neuen Saison in der 2. Bundesliga weiter - und für Zeidler in der Schweiz.

Viel Lob für Ex-Bochum-Trainer Peter Zeidler: „Seine Karriere spricht für sich“

Lausannes Sportdirektor Stephane Henchoz betont: „Man muss ihn nicht vorstellen; seine Karriere spricht für sich. Mit seiner großen Erfahrung, seinen fundierten Kenntnissen der Schweizer Liga und den Erfolgen, die er erzielt hat, ist Peter bestens für diese Position qualifiziert. Seine Erfahrungen sind geprägt von einer starken und durchsetzungsstarken DNA, die perfekt zu unseren Spiel- und Entwicklungsambitionen passt. Peter spricht perfekt Französisch; seine Integration in den Verein ist gewährleistet. Er war unsere erste Wahl; ich bin sehr zufrieden und freue mich, ihn am Montag in La Tuilière begrüßen zu dürfen.“