Rien ne va plus – nichts geht mehr für den VfL Bochum. Einen Spieltag vor Schluss steht der Abstieg des Tabellenletzten fest, beim 1:4 zu Hause gegen den FSV Mainz 05 präsentierte sich die Mannschaft einmal mehr nicht bundesligatauglich. Haken dran, jetzt geht der Blick wieder nach vorne. Mut macht neben der unerschütterlichen Unterstützung der VfL-Fans auch der langfristige und Liga-unabhängige Verbleib von Dieter Hecking.

Wöchentlich

VfL Bochum-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Spielberichte, Transfergerüchte, Analysen, Interviews: Das Wichtigste zum VfL.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Während die Klubverantwortlichen auf Hochtouren die kommende Zweitliga-Saison planen, wollen sich der VfL-Trainer und seine Mannschaft mit einem guten letzten Auftritt aus dem Oberhaus verabschieden. Es geht nach Hamburg zum FC St. Pauli. Der Kiezklub ist dank des klar besseren Torverhältnisses praktisch gerettet, zudem keine Übermannschaft und deshalb womöglich der richtige Gegner für ein letztes VfL-Hurra.

Was hat Hecking in Bochums letzten 90 Bundesliga-Minuten vor? Darüber, über Personalien und über die Bochumer Zukunftspläne spricht der Übungsleiter auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag um 12.30 Uhr.

Die Pressekonferenz beim VfL Bochum mit Dieter Hecking im Live-Ticker

12.52 Uhr: Die PK ist beendet.

12.52 Uhr: Hecking legt in puncto Scoutingabteilung nach: „Die Baustellen sind die gleichen wie bei Klassenerhalt. Da hätte ich mir schon mehr Input gewünscht. Auch Dirk Dufner hätte mehr Vorarbeit erwartet. Das ist einfach nicht gut genug gewesen.“

Dieter Hecking bleibt dem VfL Bochum über die Saison hinaus als Cheftrainer erhalten.
Dieter Hecking bleibt dem VfL Bochum über die Saison hinaus als Cheftrainer erhalten.© Ralf Ibing /firo Sportphoto | Ralf Ibing

12.53 Uhr: Die trockene Antwort zu Simon Zoller, der ebenfalls nach der Karriere im Verein eingebaut werden soll: „Das ist nicht meine Baustelle.“

12.51 Uhr: Zu Klublegende Anthony Losilla, der dem VfL Bochum erhalten bleibt: „Toto wird bei mir als dritter Co-Trainer fungieren, als Übergangstrainer für die jungen Spieler. Es sind für ihn jetzt die ersten Schritte. Es geht für ihn darum, die jungen Spieler zu begleitet, mit ihnen in die Analyse und auch mal zum gemeinsamen Essen zu gehen. So eine Persönlichkeit wie Toto dabei zu haben, tut uns sehr gut.“

Hecking fordert Mentalität und Identifikation

12.48 Uhr: Zum Anforderungsprofil bei Neuzugängen: „Wenn wir sportlich überzeugt sind, kommt als Zweites das Persönliche: Hat der Spieler die Mentalität, die Identifikation?“ Beispiel Ex-Leihspieler Baldé, der im Januar wieder weggeschickt wurde. Das habe schlicht nicht gepasst.

12.47 Uhr: Zu Anforderungen und Spielsystem in der 2. Liga: „Es wird ein anderer Fußball in der 2. Liga, wir werden mehr Ballbesitz haben als in der 1. Liga. Es wird Spiele geben, in denen wir auch mal mit einer Dreierkette erfolgreich sein können. Ein Systemwechsel hat in dieser Saison für mich eher weniger Sinn gemacht. Ohne den Jungs zu nahe zu treten: Ich brauche die Schnelligkeit in der letzten Kette.“

12.46 Uhr: Hecking über das Lauf-Defizit seiner Mannschaft: „Ich weiß, dass wir nicht die laufstärkste Mannschaft waren, dafür brauche ich keine Datenanalyse. Wir werden Wert darauf legen, dass wir körperlich in einem guten Zustand sind.“

Harte Hecking-Kritik an den VfL-Scouts

12.44 Uhr: Hecking mit klaren Worten zur Arbeit der Scoutingabteilung: „Ich glaube schon, dass wir das jetzt professionell machen. Wir haben ein Schema entwickelt, welche Anforderungen wir haben.“ Die Kaderplanung laufe „sehr intensiv“, stellt Hecking fest, kritisiert allerdings: „Was unsere Scoutingabteilung angeht, war ich zuletzt nicht sehr glücklich, da hätte ich mir mehr Vorarbeit gewünscht.“

Der neue Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner leitet die Kaderplanung beim VfL Bochum.
Der neue Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner leitet die Kaderplanung beim VfL Bochum.© Ralf Ibing /firo Sportphoto | Ralf Ibing

12.40 Uhr: Welche Eigenschaften der VfL-Kader braucht: „Ich glaube, dass der VfL so ein bisschen seine Identität verloren hat, was etwa Mentalität und Schnelligkeit angeht. Kaderplanung ist kein Hexenwerk. Wir als VfL können vielen Spielern eine gute Perspektive bieten. Jeder hat seine Idee im Kopf, wir sollten aber nicht zu viele Experimente machen. Bei diesem Puzzle brauchen wir Geduld. Ich habe gerade noch mit einem Berater gesprochen, der mir einen interessanten Namen zugeworfen hat.“ Um welchen Spieler es sich handelt, wollte Hecking freilich nicht verraten.

Heckingscher Humor: Zwei Tauben für den Kader?

12.39 Uhr: Zur Kadergröße: „Ich brauche mindestens Elf. Es gibt eine einfache Regel: Jede Position doppelt besetzen plus Talente und drei Torhüter, dann sind wir bei 27 Spielern. Es kann auch sein, dass wenn wir zwei Tauben vom Platz schießen, dass wir die auch noch dazunehmen (schmunzelt).“

12.37 Uhr: Ob die Nachwuchstalente um Lirim Jashari im Trainingslager dabei sind: „Einige Jungs aus unserem Talentwerk haben einen Profivertrag bekommen.. Es ist schon geplant, dass sie bei uns im Trainingslager mittrainieren werden. Sie sollen sich zeigen können.“

12.36 Uhr: Weiter zum Thema Kaderplanung: „Ich spreche mit meinen Spielern nicht immer über Verträge. Das Geschäft hat sich verändert. Diese Vereinstreue gibt es nicht mehr in der heutigen Zeit. Einige schließen es aus, hier zu bleiben. Bei dem einen beruht das auf Gegenseitigkeit, bei dem anderen nicht.“

VfL Bochum: Hecking hofft auf Pannewig-Verlängerung

12.34 Uhr: Zu möglichen Kaderveränderung: „Es bleiben ja alle (schmunzelt). Nein im Ernst: Es wird hoffentlich bald Vollzug geben bei Mats Pannewig. Er hat einen Schritt nach vorne gemacht und wird die Plattform bekommen. Ich gehe davon aus, dass ich ihn spielen lasse. Ich bin aber keiner, der Präsente verteilt.“

Dieter Hecking hält große Stücke auf Mittelfeld-Talent Mats Pannewig.
Dieter Hecking hält große Stücke auf Mittelfeld-Talent Mats Pannewig. © FUNKE Foto Services | RHR-FOTO / Teresa Kröger

12.31 Uhr: Dieter Hecking zum Spagat zwischen Leistungsbereitschaft und Spannungsabfall: „Wenn man Bundesligaspieler ist und bleiben will, muss man (gegen St. Pauli) ein gutes Spiel machen. Es ist menschlich, dass da viel abgefallen ist. Wir haben am Ende nicht mehr voll angezogen, eine gewisse Lockerheit ist eingetreten. Wir wollen uns trotzdem erhobenen Hauptes verabschieden. Und es geht um Siegprämie, die nehme ich auch gerne mit.“

12.30 Uhr: Dieter Hecking beginnt mit den Ausfällen für St. Pauli: „Ivan Ordets, Mo Tolba und Tom Krauß sind angeschlagen, bei ihnen wird es für einen Einsatz nicht reichen.“

Ab 12.30 Uhr tickern wir hier die VfL-PK mit Dieter Hecking live.