Drei Tage lang feiern die Maischützen in Bochum bereits in der Stadt das 637. Maiabendfest. Am Samstag zogen die Maischützen und verschiedene Gruppen des Bochumer Stadtlebens von Harpen durch die Innenstadt, auf der Sparkassen-Bühne wurde der Maibaum an den Stifter Leon Goretzka übergeben - allerdings nur digital, weil der Nationalspieler mit dem FC Bayern am Samstag in München spielte. Den emotionalen Höhepunkt des Maiabendfests gab es dann aber am Sonntag im Ruhrstadion. Im gesamten Stadion präsentierten die Fans eine riesige Choreografie zu Ehren der Maischützen vor der Partie gegen Union Berlin.

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Auf den Sitzplatztribünen verteilten die Ultras des VfL Bochum im Vorfeld der Partie bereits blaue und weiße Plastikfähnchen. Blau oben, weiß unten - wie es die Tradition vorgibt. In der Ostkurve wurde zudem eine große Blockfahne gespannt. Zu sehen war ein Ritter und ein Maischütze. Am Zaun hing zudem ein Banner mit dem Spruch „Junge, da kass di drupp verloten“ - eine Zeile aus dem Bochumer-Jungen-Lied, das auch beim Einlauf der Mannschaften gespielt wurde. Zudem verkauften die Ultras vor dem Spiel Motto-Schals.

Der Verein hatte schon in der vergangenen Woche extra zum Maiabendfest ein Sondertrikot präsentiert. Es ist im traditionellen Blau des Vereins gehalten, zudem ziert die blau-weiße Schärpe der Maischützen das Trikot. Im Netz bemängelten Fans allerdings, dass diese zum einen von der falschen Schulter ausgeht, zum anderen weiß oben ist, blau unten. Genau andersherum tragen es eigentlich die Maischützen. Dennoch fand das Trikot viele Abnehmer. Am Dienstag, dem offiziellen Verkaufsstart des Trikots, gab es lange Schlangen am Fanshop des Stadioncenters, auch im Netz gab es eine digitale Warteschlange. Ausverkauft ist das Shirt aber nicht, im Fanshop gibt es das in der Erstlauflage auf 6370 Stück limitierte Sondertrikot noch in fast allen Größen (Lieferzeit 7 bis 14 Tage).
VfL Bochum - Union Berlin: Feuerzeug-Wurf hatte Nachspiel
Das Spiel zwischen dem VfL Bochum und Union Berlin war ohnehin emotional aufgeladen ob der Ereignisse aus dem Hinspiel. Im Dezember wurde Patrick Drewes mit einem Feuerzeug am Kopf getroffen, das Spiel war daraufhin lange unterbrochen. Es endete 1:1, weil sich beide Klubs auf einen Nichts-Angriffspakt einigten. Im Nachgang entschied das DFB-Sportgericht, dass allerdings eine Schwächung der Bochumer vorlag, daher die drei Punkte dem VfL Bochum zugesprochen wurden. Das finale Urteil fällt in der kommenden Woche.
Auch die Union-Fans mobilisierten daher für das Auswärtsspiel in Bochum. Schon um 11.30 Uhr trafen sie sich am Bochumer Hauptbahnhof und marschierten in Richtung Ruhrstadion. Im Gästeblock präsentierten sie dann zum Anpfiff ein Banner mit der Aufschrift „Feuer und Flamme für Union“, dazu ein Feuerzeug. Im Block gingen Fackeln und Rauchtöpfe an.




