Das Hinspiel zwischen dem VfL Bochum und Union Berlin endete in der Hauptstadt in einem handfesten Skandal. VfL-Torwart Patrick Drewes ging nach einem Treffer am Kopf durch ein aus dem Union-Fanblock geworfenes Feuerzeug in der Nachspielzeit zu Boden. Zunächst wurde er im Strafraum behandelt, später in die Kabine gebracht. Die Partie wurde unterbrochen, Schiedsrichter Martin Petersen schickte beide Mannschaften für rund 30 Minuten in die Kabine. Drewes kam nicht mehr zurück, Stürmer Philipp Hofmann stand im Tor. Beide Teams hatten sich in der Kabine auf einen Nichtangriffs-Pakt verständigt. Die Partie endete 1:1.

VfL Bochum gegen Union Berlin - Hinspiel ein handfester Skandal

Ein Spiel mit weitreichenden Folgen, die wohl erst in der kommenden Woche so richtig greifbar werden, wenn das Ständige Schiedsgericht für Vereine und Kapitalgesellschaften der Lizenzligen sein schriftliches Urteil verkünden wird. Erst dann wird feststehen, ob der VfL Bochum die drei Punkte, die ihm in inzwischen zwei Gerichtsverfahren zugesprochen wurden, auch behalten darf. Grund genug, um die Ereignisse seit dem Dezember des vergangenen Jahres noch einmal zu dokumentieren.

Mehr News und Infos zum VfL Bochum

Nun steht das Rückspiel auf dem Programm und der VfL Bochum benötigt im heimischen Stadion die drei Punkte mehr als dringend. Während Union durch einen starken Zwischenspurt den Klassenerhalt eingetütet hat, zählt für Bochum jeder Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Im Vorfeld der Begegnung äußert sich VfL-Coach Dieter Hecking im Rahmen einer Pressekonferenz.

Live ab 12.30 Uhr! VfL-Pressekonferenz mit Trainer Dieter Hecking

12:56 Uhr: Hecking über Kacper Koscierski: „Er ist keine Kaderoption für die Profis. Er war vier, fünf Wochen raus. Ich bin froh, dass er für die U19 wieder eine Option ist“, so Hecking.

12:55 Uhr: Beim U19-Spiel wird es keine Karten vor Ort geben. Insgesamt dürfen maximal 800 Zuschauer dabei sein.

12:52 Uhr: „Dani de Wit ist ein absoluter Topprofi. Er macht sehr viel. Mats Pannewig hat sich zuletzt in den Vordergrund gespielt, der auch in den Trainings Torgefahr erzeugt hat. Das hat sich auch in den Spielen gezeigt. Ich habe mit Dani auch gesprochen, habe ihm gesagt, dass Mats mehr in die torgefährlichen Räume kommt“, so der Trainer. Bei de Wit sei dies aktuell nicht der Fall. „Ich lasse ihn nie außer acht. Er kann mit Druck umgehen, kann mit seiner Einstellung auch für dieses Spiel eine interessante Wahl sein“, so der Trainer. Es ist für mich ein Gedanke, ihn spielen zu lassen. „Er ist einer, der den Ball häufiger am Fuß haben muss. Ich sehe ihn im offensiven Mittelfeldbereich am stärksten. Da kann er Akzente setzen“, so Hecking.

VfL Bochum: So denkt Hecking über Passlack und Wittek

12:50 Uhr: Hecking über Folgen des Hinspiels: „Die Spieler werden den Fokus auf das Spiel haben. Ich verstehe das Interesse drumherum. Ich will mich damit auch nicht großartig beschäftigten. Es ist eine Rivalität zustande gekommen, die vorher vielleicht gar nicht dagewesen ist. Ich würde mir wünschen, dass es gar nicht erst dazu gekommen wäre“, so der Trainer. Er findet es gut, dass das Schiedsgericht die Entscheidung erst nach der Partie bekanntgibt. „Wenn das Urteil noch einmal revidiert wird, dann müssen wir damit leben. Ich gehe aber davon aus, dass das Urteil bestand haben wird. Innerhalb der Mannschaft haben wir nicht darüber gesprochen.“

Der VfL Bochum verliert auch in Bremen. Es ist die fünfte Niederlage in Reihe und die sechste im siebten Spiel. Erneut war nicht alles war schlecht, sagen unsere Experten in einer neuen Talk-Folge. Klare Worte finden sie für den wieder schwachen Angriff. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff begleitet den VfL Bochum in der Schlussphase der Saison. Die Reporter Günther Pohl und Markus Rensinghoff sprechen darüber, welche Alternativen Trainer Dieter Hecking hätte. In einer neuen Folge "Inside VfL - der Stadtwerke Bochum-Talk von WAZ und Radio Bochum" diskutieren die beiden mit Moderatorin Annalena Fedtke natürlich auch über die nun anstehende Partie gegen Union Berlin.

12:48 Uhr: Hecking über Passlack und Wittek: „Ich würde mir wünschen, dass sie mehr Konkurrenz hätten. Das ist der Kader-Struktur geschuldet. Es sind aber Spieler, die für den VfL Bochum Gas geben. Die Offensive Ausrichtung wie mit Gerrit Holtmann haben wir nicht im Kader, daher machen beide viele Spiele. Sie machen es aber auch gut.“

Wöchentlich

VfL Bochum-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Spielberichte, Transfergerüchte, Analysen, Interviews: Das Wichtigste zum VfL.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

12:47 Uhr: „Matus Bero ist absoluter Stammspieler, ihn brauchen wir“, so Hecking. „Jakov Medic wird auf jeden Fall spielen. Er hat einen sehr, sehr konzentrierten Eindruck gemacht. Es ist vielleicht auch die Mentalität. Das kann man gebrauchen, er ist ein Zocker. Er kann mit der Drucksituation etwas anders umgehen. Bei Ivan Ordets werde ich es mir noch überlegen“, so der Trainer.

12:46 Uhr: „Wenn wir das nicht verstehen, dann steigen wir ab. Nach mehrere Ansagen hat es die Mannschaft verstanden“, so Hecking.

Hecking fordert: Müssen dreckig sein

12:44 Uhr: „Wir brauchen Punkte, wir dürfen nicht lieb und nett sein. Die Bremer haben die Situation um Sissoko ausgenutzt“, so Hecking. „Man muss sich Vorteile erschaffen und sich auch mal einen Gegenspieler ausgucken, der vielleicht schon Gelb hat. Diese Kleinigkeiten sind entscheidend. Ich will gewinnen, darum geht es am Sonntag. Mir ist scheißegal, wie wir das Spiel gewinnen. Aber wir wollen es gewinnen. Da müssen wir alles auspacken, was wir können. Wir müssen dem Gegner zeigen, dass nur wir das Spiel gewinnen können.“

12:43 Uhr: Hecking darüber, dreckig zu spielen: „Es geht darum, dass wir clever sein müssen. In Bremen gab es zwei Situationen, in denen wir Elfmeter bekommen können, wenn wir cleverer sind. Bei Sissokos Gelb-Roter Karte müssen wir ihn schützen. Das sind Dinge, die entscheidend sein können.“ Er erzählt eine Anekdote vom Padel-Tennis unter der Woche, in der Hecking selbst auf Zeit gespielt habe und dadurch eine Partie mit Cristian Gamboa gewonnen habe.

12:42 Uhr: „Wir trauen uns zu, eine Topleistung zu bringen“, so Hecking.

Myron Boadu (r.) ist eine Option für die Startelf.
Myron Boadu (r.) ist eine Option für die Startelf.© Jürgen Fromme /firo Sportphoto | Jürgen Fromme

12:38 Uhr: Hecking über die Stimmung im Team: „Man kann die Spiele nicht zurückholen. Wir leben davon, dass Heidenheim nicht weggekommen ist. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Kiel auch noch da ist. Wir haben es noch in der eigenen Hand. Das spürt auch die Mannschaft. Wenn wir gegen die nächsten Gegner verlieren, dann haben wir es auch verdient, abzusteigen. Die Mannschaft macht nicht den Eindruck, dass sie am Boden liegt. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Es wäre schön, wenn wir die mutige Seite unserer Mannschaft sehen“, so Hecking. Er fordert, dass man Kapital aus den Spielanteilen schlägt. „Es wäre toll, wenn wir mit einem Erfolgserlebnis nach Heidenheim fahren. Die Mannschaft brauchte auch mal eine Ansage von mir“, so der Trainer. Die Spieler seien am Donnerstag mit Begeisterung im Training dabei gewesen.

12:37 Uhr: Hecking über Boadu: „Ich darf ihn bringen. Ob ich ihn bringe, weiß ich noch nicht. Es geht darum, wie viel Risiko wir gehen können. Myron hat eine Abschlussqualität. Wie viel gegen den Ball kann man von ihm erwarten? Er hatte auch im Training gute Szenen dabei. Ich rede mit ihm nicht mehr darüber. Er wird Sonntag irgendwann auf dem Platz stehen. Wann, ist offen“, so Hecking.

12:36 Uhr: „Ich lasse mir nicht in die Karten schauen. Union hat immer unterschiedlich gespielt, sich aber einen Stamm erarbeitet“, sagt Hecking. Er schwärmt von Unions letzten Spiel gegen den VfB Stuttgart und warnt vor der Körperlichkeit. „Die Mannschaft kommt dahin, wo sie auch vor der Saison eingeordnet wurde - zwischen Platz acht und zwölf.“

VfL Bochum: Das sagt Hecking über Oermann-Gerüchte

12:33 Uhr: Hecking über die Niederlagen-Serie: „Ergebnistechnisch ist es nicht gut gelaufen in den letzten fünf Spielen. Rein inhaltlich haben wir gute Phasen gehabt und wären auch in der Lage gewesen, etwas Zählbares mitzunehmen. Daran müssen wir die Mannschaft erinnern.“ Es gehe darum, Union Berlin keine Phasen im Spiel zu geben. „Union hat den Union-Weg wieder gefunden, wie man erfolgreich sein kann. Wir wollen mit mehr Mut und Einsatzbereitschaft dabei sein. Wir brauchen Torchancen, weil wir mehr davon brauchen, um Tore zu erzielen. Die Mannschaft wird bereits sein. Wir alle wünschen uns, dass wir am Sonntag einen Dreier einfahren. Nur vom Erzählen werden wir die drei Punkte nicht holen.“

12:32 Uhr: Fricke über Besonderheiten beim Heimspiel gegen Union Berlin: „Es ist das Spiel mit der höchsten Sicherheitsstufe. In dem angemessen Rahmen sind die Sicherheitskräfte vor Ort. Es hat wie immer Hinweise an den Gastverein gegeben.“

12:31 Uhr: Hecking über die Oermann-Gerüchte rund um einen Wechsel zu Bayer Leverkusen: „Stimmt das denn? Es ist mir scheißegal.“

12:31 Uhr: Hecking sagt, dass es beim Personal keine weiteren Ausfälle gibt. Tim Oermann sei seit Donnerstag wieder im Training.

12:30 Uhr: Jens Fricke verweist noch einmal darauf, dass es um ein gutes Miteinander geht. Ein besonderer Hinweis aufgrund der Ereignisse rund um das Hinspiel.

12:29 Uhr: Jens Fricke verweist noch mal auf das Maiabendfest in Bochum, das an diesem Wochenende stattfinden wird. Auch das U19-Spiel gegen Borussia Dortmund ist Thema - viele Fans haben sich bereits Karten gekauft.

12:28 Uhr: Dieter Hecking und Pressesprecher Jens Fricke sind bereits da. Die Pressekonferenz wird zeitnah beginnen.

Ab 12.30 Uhr berichten wir per Liveticker von der Pressekonferenz!