Dirk Dufner war bemüht, nach einer hitzigen Schlussphase die Ruhe zu bewahren. Bedächtig sprach er am Sky-Mikrofon über die 0:1-Pleite seines VfL Bochum bei Werder Bremen, während die Spieler und Trainer Dieter Hecking hinter ihm erst einmal den Weg in die Kabine suchten. Abreagieren war das Motto. Zu frustrierend war der Ausgang der Partie, die der VfL Bochum nach einer Gelb-Roten Karte gegen Ibrahima Sissoko auch noch zu Zehnt beenden musste.

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„Wir haben sehr gut angefangen, waren die bessere Mannschaft in der ersten Halbzeit“, analysierte der immer noch neue VfL-Sport-Geschäftsführer. „Es war Kampf bis zur letzten Saison, wir haben nie aufgesteckt“, hob er hervor. Doch wieder einmal kann sich Bochum dafür nichts kaufen. Es war die fünfte Niederlage in Serie, die dritte, die einem heftigen Schlag in die Magengrube gleichkommt. Wie schon gegen den FC Augsburg in der Vorwoche spielte die Hecking-Mannschaft nämlich guten Fußball, dominierte die Bremer über weite Strecken der Partie. Am Ende geht sie aber erneut leer aus.

VfL Bochum: „Entwickeln zu wenig Torgefahr“

„In den Phasen, in denen wir besser sind, entwickeln wir zu wenig Torgefahr“, klagte Dufner über das bekannte Bochumer Problem. Der xGoals-Wert erreichte nicht einmal die 1, obwohl sich die Spieler um Philipp Hofmann immer wieder gut nach vorn kombinierten. Klare Torchancen gab es allerdings nicht. „Wenn wir mal einen machen, gewinnen wir auch Spiele“, sagte Dufner trotzig.

Dirk Dufner ist seit gut zwei Wochen Sport-Geschäftsführer des VfL Bochum.
Dirk Dufner ist seit gut zwei Wochen Sport-Geschäftsführer des VfL Bochum.© Ralf Ibing /firo Sportphoto | Ralf Ibing

Aufstecken will er daher keinesfalls. Die Art und Weise des Auftritts an der Weser mache ihm erneut Hoffnung auf die Relegationsteilnahme. Zumal auch Holstein Kiel und der 1. FC Heidenheim wieder nicht gewinnen konnten. „Es ist ein Schneckenrennen, die anderen holen auch nicht viele Punkte“, sagte der 58-Jährige wohlwissend, dass es bis zum letzten Spieltag für den VfL Bochum noch um alles gehen könnte. „Wegstecken, weitermachen. Wir haben noch eine Riesenchance drin zu bleiben“, so Dufner. Aufgeben werde man nicht.

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In der nächsten Woche kommt dann Union Berlin an die Castroper Straße. Der Feuerzeugwurf aus dem Hinspiel und das Nachspiel vor Gericht macht die Partie noch hitziger, als sie ohnehin ist. „Die Emotionen gehen uns nicht aus“, sagte Dufner dazu - und formulierte eine klare Aufgabe für seine Spieler: „Wir brauchen die drei Punkte unbedingt.“