Der VfL Bochum reist heute am ersten Bundesliga-Spieltag zu RB Leipzig. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Nach dem enttäuschenden Aus im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg zählt es für den VfL nun also endlich wieder in der Bundesliga. Mit Leipzig wartet gleich zum Ligaauftakt ein hochklassiger Gegner bei hochsommerlichen Temperaturen - in der Red Bull Arena werden bis zu 35 Grad im Schatten erwartet, der Klub hat für seine Fans die Preise für den halben Liter eigens gesenkt.

Die Wunden nach dem Ausscheiden im Pokal wurden geleckt, nun freut sich VfL-Trainer Peter Zeidler auf seine Premiere als Chefcoach in der Bundesliga: „Es geht darum, dass wir das Pokal-Aus als Mannschaft gemeinsam abschütteln. Natürlich war die Enttäuschung riesig. Aber das ist abgehakt, jetzt können wir loslegen in der Liga. Wir wollen uns von unserer besten Seite zeigen und im besten Falle was holen.“

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Im Vergleich zum 0:1-Schock in Regensburg nimmt Zeidler eine Änderung in der Startelf vor. Neuzugang Jakov Medic, ausgeliehen von Ajax Amsterdam, rückt gleich in die Anfangsformation. Der 25-jährige Kroate nimmt den Platz von Noah Loosli ein, verteidigt innen an der Seite von Erhan Masovic. Seit Dienstag ist Medic erst beim VfL im Training - ein Vertrauensbeweis. Und es zeigt, dass der 1,93 Meter große Verteidiger fit angekommen ist in Bochum.

Broschinksi und Hofmann wieder als Doppelspitze - Boadu auf der Bank des VfL Bochum

Ansonsten setzt Zeidler auf die Spieler, die in Regensburg zu viele Chancen ausließen und am Ende den Faden verloren. Vor Torwart Patrick Drewes, der sein Bundesliga-Debüt feiert, verteidigen außen Felix Passlack und Maxi Wittek, die Mittelfeldraute bilden erneut Ibrahima Sissoko, Anthony Losilla, Matus Bero und Lukas Daschner, den Angriff Moritz Broschinski und Philipp Hofmann. Zugang Myron Boadu, dem man in Bochum viel zutraut, nimmt noch auf der Bank Platz. Ebenso wie erstmals Neuzugang Aliou Balde.

Nicht zum Kader gehören diesmal Gerrrit Holtmann und Niklas Jahn. Während der 20-jährige Jahn als Perspektivspieler womöglich Spielpraxis in der U23 des VfL sammeln soll, ist bei Holtmann durchaus vorstellbar, dass er den Klub bis zum kommenden Freitag noch verlässt. Dann endet die Transferperiode. Der VfL würde dem Flügelstürmer keine Steine in den Weg legen, aktuell liegt aber noch kein Angebot vor. Holtmanns Chancen auf Einsatzzeit jedenfalls sind und bleiben wohl auch gering in Bochum, sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2025.

Viel Arbeit für VfL-Torhüter Patrick Drewes

Wie bereits gegen Regensburg muss Zeidler auf die verletzten Verteidiger Ivan Ordets und Bernardo verzichten sowie den noch gesperrten Neuzugang Dani de Wit, der in dieser Saison eine Schlüsselrolle einnehmen soll, ersetzen. Auf VfL-Torhüter Patrick Drewes, der sein Bundesliga-Debüt feiert, und seine Vordermänner wird sicherlich viel Arbeit zukommen, wenn er in Leipzig auf die gefürchtete Offensive um Lois Openda, Benjamin Sesko und Xavi Simons treffen wird. Sie stehen alle in der Startelf. RB-Trainer Marco Rose nimmt nach dem 4:1-Pokalsieg bei RW Essen nur eine Änderung vor, Lubeka spielt für den Ex-Bochumer Lukas Klostermann.

In der vergangenen Saison unterlagen die Bochumer zu Hause mit 1:4, auswärts ergatterten sie beim 0:0-Hinspiel einen Punkt - Manuel Riemann, derzeit im Gerichtsstreit mit dem VfL Bochum, parierte zwei Elfmeter. „Ich weiß, wie das letzte Spiel in Leipzig ausgegangen ist. Aber das hat für Samstag keine Relevanz mehr. Wir haben uns andere Spiele des Gegners angeschaut, da hatten wir genügend Material zur Verfügung“, sagte Zeidler.

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