Auch am anderen Ende der Welt hat Eddie Jones natürlich einen Blick dafür, was gerade in der Heimat des Teams passiert, das er trainiert. Er weiß, dass es beim Finale der Rugby-Weltmeisterschaft in Japan am Samstag gegen Südafrika (10 Uhr/Pro7Maxx) für seine Engländer um mehr geht als um den zweiten Titel nach 2003. Der Auswahl kommt auch die Aufgabe zu, den Menschen im Vereinigten Königreich Zerstreuung zu bereiten in Zeiten der politischen Krise. „Wegen des Brexit braucht das Land im Moment wahrscheinlich etwas, über das es sich freuen kann. Es ist der Job der Mannschaft, das Land glücklich zu machen“, sagt Jones.

Selbst wenn er über ernste Dinge spricht, lächelt er immer noch so, als würde er gleich einen Witz machen. Als rolle er nur den Teppich aus für eine gelungene Pointe. Und eine Pointe wäre es ja wirklich, wenn der 59 Jahre alte Australier das Geburtsland des Rugbys in Yokohama zum Gewinn der goldenen Webb-Ellis-Trophäe führen würde.