So kompromisslos diese muskelbepackten Männer im Spiel miteinander umgehen, so respektvoll behandeln sie einander danach: Japan habe seinem Team alles abverlangt, sagte Siya Kolisi nach dem 26:3-Erfolg der Südafrikaner im Viertelfinale der Rugby-WM über Gastgeber Japan. „Ihr könnt wahnsinnig stolz sein“, beteuerte er am Sonntag in Tokio.
Spieler wie Fans der „Brave Blossoms“, der tapferen Kirschblüten, waren jedoch zunächst vor allem in Tränen aufgelöst. Es glich einem Märchen, was den Gastgebern da in den ersten vier Wochen der Rugby-WM – in einigen Teilen der Welt immerhin ein ebenso imposantes Sport-Ereignis wie Olympische Spiele oder Fußball-WM – gelungen war. Die Japaner, auf der Rugby-Weltkarte bislang ein eher blasses Fleckchen, gewannen all ihre Vorrundenpartien, unter anderem sensationell gegen Schottland, und zogen zum ersten Mal in der nun 32 Jahre währenden Geschichte von Rugby-Weltmeisterschaften ins Viertelfinale ein.




