Vor zehn Jahren ließ Steffi Nerius die deutschen Leichtathletik-Fans jubeln. Die Frau mit dem Stirnband wurde in Berlin überraschend Weltmeisterin und ein Gesicht der WM. Kurz darauf beendete sie ihre Karriere. Die Leichtathletik-WM in Doha verfolgt sie nun am Fernseher. Nicht allein, sondern mit den Schülern des Sportinternats von Bayer Leverkusen, das die 47-Jährige leitet. Steffi Nerius wird heute besonders auf das Finale der Speerwerferinnen (20.20 Uhr deutscher Zeit/ZDF) schauen. Da steht wieder eine Deutsche im Finale: Christin Hussong.

Frau Nerius, wo befindet sich der Speer von Berlin heute?

Steffi Nerius: Ich habe zum zehnten Jahrestag eine kleine Party mit meinen Weggefährten gefeiert. Seitdem hängt er quer über einem Balken im Keller. Und an ihm hängen meine ganzen Stirnbänder.