Nun ist es offiziell. Wie diese Redaktion bereits berichtete, wird der Weg des 26-jährigen Mittelfeldspielers Torben Müsel von der Ruhr an die Elbe führen. Zweitligist 1. FC Magdeburg hat den RWE-Abgang am Mittwoch offiziell als Neuzugang vorgestellt.

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„Torben Müsel hat zuletzt in der 3. Liga gezeigt, dass er ein absoluter Top-Scorer ist, der über reichlich Erfahrung und Spielverständnis verfügt“, wird FCM-Sportdirektor Peer Jaekel in der Mitteilung des Klubs zitiert. „Besonders auffällig ist sein gutes Timing in der Box. Dort findet er immer wieder die richtigen Räume und Positionen. Wir erwarten, dass Torben auch bei uns aus dem Mittelfeld heraus Torgefahr ausstrahlt, weil er mutig nach vorne denkt und auch aus der zweiten Reihe gefährlich werden kann. Insgesamt ist er ein Spieler, der unserem Team mit seiner Präsenz und seinem Offensivdrang sofort weiterhelfen wird.“
Abschied von Rot-Weiss Essen: Torben Müsel spricht über seinen Wechsel
Auch Müsel kommt in der Mitteilung der Magdeburg zu Wort und erläutert seine Beweggründe für den Vereinswechsel. „Das Interesse des 1. FC Magdeburg hat sich sehr früh gezeigt, was mir persönlich ein super Gefühl gegeben hat. Die Gespräche mit Peer Jaekel und den Trainern haben dann ihr Übriges getan. Entsprechend freue ich mich darauf, meinen Traum vom Zweitliga-Fußball in Magdeburg anzugehen und künftig für den FCM zu spielen. Ich will mich hier voll einbringen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind.“
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Für viele RWE-Anhänger ist das eine bittere Nachricht. Schließlich gehörte Müsel in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgern der Mannschaft und spielte insbesondere in der zweiten Saisonhälfte sowie in den Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth stark auf. Trotz des letztlich verpassten Aufstiegs konnte der offensive Mittelfeldspieler mit seinen Leistungen noch einmal nachhaltig auf sich aufmerksam machen.
Das blieb auch anderen Vereinen nicht verborgen. Nach den Relegationsduellen meldeten sich laut Redaktions-Informationen mehrere Klubs - aus dem In- und Ausland - bei Müsel und seinem Management.
Auch der VfL Bochum bemühte sich um Torben Müsel
Neben Rot-Weiss Essen, das zuletzt sogar ein finanziell deutlich verbessertes Angebot zur Vertragsverlängerung vorlegte, zeigten auch Energie Cottbus sowie auch RWE-Nachbar VfL Bochum Interesse. Doch die Bemühungen kamen zu spät.
Während Essen, Cottbus und Bochum erst nach den starken Auftritten in der Saison-Schlussphase und in den Entscheidungsspielen verstärkt aktiv wurden, hatte sich der 1. FC Magdeburg bereits seit Wochen intensiv um die Dienste des ehemaligen Nachwuchsspielers von Borussia Mönchengladbach bemüht.
RWE: Magdeburg profitiert von seiner Hartnäckigkeit im Werben um Müsel

Zweitligist Magdeburg profitiert nun von seiner Hartnäckigkeit und auch seinen frühzeitigen Bestrebungen, Müsel zu verpflichten. Dabei hatten die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen bis zuletzt versucht, den Publikumsliebling von einem Verbleib an der Hafenstraße zu überzeugen. Selbst ein nachgebessertes Angebot konnte den Spieler nicht mehr umstimmen. Allerdings kam die Offerte aus Sicht vieler Beobachter vergleichsweise spät. Erst als sich abzeichnete, dass Müsel mit einem Zweitligisten nahezu einig war, legte RWE noch einmal nach. Diese Redaktion weiß: Zu Beginn des Jahres wollte kein RWE-Verantwortlicher von einer frühzeitigen Müsel-Vertragsverlängerung hören.
Rot-Weiss Essen: Fans wollten Torben Müsel weiter bei RWE sehen
Dass Müsel bei den Fans einen besonders hohen Stellenwert genießt, zeigte zuletzt auch eine Umfrage von RevierSport. Mehr als 5000 Nutzer nahmen daran teil, knapp 79 Prozent sprachen sich dafür aus, den Mittelfeldspieler unabhängig von der Ligazugehörigkeit langfristig an den Verein zu binden. Entsprechend groß ist nun die Enttäuschung über seinen Abschied.
Mit Müsel verliert Rot-Weiss Essen einen Spieler, der in den vergangenen dreieinhalb Jahren sportlich wie menschlich zu einem wichtigen Gesicht des Vereins geworden ist. Für den Mittelfeldspieler erfüllt sich dagegen der Wunsch, sich künftig in der 2. Bundesliga zu beweisen.





