- Rot-Weiss Essen muss den Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga begraben.
- Die Essener unterlagen der SpVgg Greuther Fürth mit 0:2 und ließen zahlreiche gute Chancen liegen.
- Nach Abpfiff kam es zu Tumulten zwischen Essener und Fürther Spielern. Bei Rot-Weiss sitzt der Stachel tief.


Ein ganzes Jahr haben die Fans des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen mit ihrer Mannschaft mitgefiebert und vom Aufstieg in die 2. Bundesliga geträumt. Heute Abend fällt im Sportpark Ronhof die Entscheidung darüber, ob RWE der große Wurf gelingen kann. Der Traditionsklub von der Hafenstraße muss bei Zweitligist SpVgg Greuther Fürth einen 1:0-Vorsprung verteidigen, dann wäre das große Ziel erreicht. Torben Müsel hatte das goldene Tor im Hinspiel geschossen, nun müssen die Essener den letzten Schritt gehen.
Heute live! Rot-Weiss Essen bei Greuther Fürth im Relegations-Rückspiel: der Ticker

Das wird eine sehr schwere Aufgabe, denn vor heimischem Publikum holte Fürth insgesamt 23 Punkte, zudem waren die Kleeblätter in den vergangenen vier Partien mit den Fans im Rücken nicht zu schlagen. Auch die Aufsteiger FC Schalke 04 und die SV Elversberg bissen sich auswärts die Zähne aus. „Unser Stadion kann extrem laut sein. Unsere Fans stehen bedingungslos hinter der Mannschaft“, sagte Fürth-Trainer Heiko Vogel am Montag.
+++ Ein Mann für besondere Spiele: Diesen RWE-Angreifer fürchtet Greuther Fürth +++
SpVgg Greuther Fürth gegen Rot-Weiss Essen heute live: Das Rückspiel der Relegation im Live-Ticker
Die Gäste aus Essen wissen um die Qualität des Gegners und können auch die Ausgangslage gut einschätzen. An der Hafenstraße wurde in einer starken Schlussphase das zweite Tor verpasst. Nur ein Gegentor, und alles ist wieder ausgeglichen - im fremden Stadion. RWE-Trainer Koschinat betonte am Montag bei der Pressekonferenz, dass es nicht reichen werde, sich auf das Verteidigen zu konzentrieren. „Unsere Marschrichtung wird sein, mutig zu spielen und selbst in Führung zu gehen, um den Druck zu erhöhen.“

Der starke Auftritt im Hinspiel hat dem Außenseiter für das Rückspiel Mut gemacht und in der Stadt eine große Euphorie erzeugt. Auf dem Kennedyplatz in der Innenstadt treffen sich 7000 RWE-Fans, um das Finale gemeinsamen auf einer Leinwand zu verfolgen. „Ich glaube, dass das Spiel hier zu Hause den Menschen ein Stück weit gezeigt hat: Wir können das schaffen“, sagte Koschinat. „Deswegen ist das natürlich etwas, was einen sehr, sehr stolz macht und sehr berührt. Und jetzt hoffen wir natürlich, dass wir das Ganze auch krönen können.“
Greuther Fürth gegen Rot-Weiss Essen heute live: Vogel kritisiert RWE
Im Hinspiel ist es RWE gelungen, den Fürther Top-Torjäger Noel Futkeu aus dem Spiel zu nehmen. Der Zweitliga-Torschützenkönig (19 Treffer) kam nicht wie gewohnt zum Zug. Fürth-Trainer Heiko Vogel kritisierte am Montag die Herangehensweise der Essener. Man habe die fünfte Gelbe Karte seines Stürmers provozieren wollen. „Es war für alle im Stadion ersichtlich, dass Rot-Weiss Essen von Anfang an nur ein Ziel hatte. Ich glaube, das Ziel, Noel Futkeu aus dem Spiel zu nehmen, war größer als der Wille, ein Tor zu schießen. Das eine haben sie geschafft, das andere nicht, zum Glück. Er freut sich auf das Rückspiel, weil er da befreit aufspielen kann. Es war für ihn definitiv nicht leicht, mit den ganzen Provokationen immer die Ruhe zu bewahren.“

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Gelingt es RWE, Noel Futkeu ein weiteres Mal zu kontrollieren, steigen die Chancen auf den lang ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga. Was das für den Verein und die Stadt bedeuten würde, hat Koschinat kurz angedeutet: „Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass wir mit einem positiven Ergebnis morgen hier alle total eskalieren können. Und ja, das wird dann schon eine schöne Explosion.“








