Was für ein rauschendes Fußballfest war das an der Hafenstraße! Rot-Weiss Essen empfing die SpVgg Greuther Fürth zum Hinspiel in der Relegation und schlug die Gäste aus Franken mit 1:0. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat bewies, dass sie auch gegen höherklassige Mannschaften mithalten und als Tabellendritter der 3. Liga völlig zurecht um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielt.

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Einer, der großen Anteil am Abschneiden von Rot-Weiss in der Liga hat, gegen Fürth aber tragischerweise nicht mitmischen kann, ist Klaus Gjasula. Als unumstrittener Leuchtturm der Essener lenkt er normalerweise das Spiel aus der Mittelfeldzentrale heraus. Aktuell allerdings ist der 36-Jährige zum Zuschauen verdammt.
Gjasula fehlt Rot-Weiss Essen in Fürth: „No chance“
„Das Herz blutet, wenn man bei solchen Spielen nicht dabei sein darf. Das wünscht sich jeder, davon träumt jeder als Kind. Deswegen will man Fußballer werden. Das tut extrem weh“, sagte Gjasula am Sky-Mikrofon Minuten vor Anpfiff der Partie. Neben einem Bänderriss habe er eine Knochenfraktur erlitten. So wird er sicher auch im Rückspiel in Fürth am kommenden Dienstag (20.30 Uhr, Sky und Sat.1) fehlen. „No chance, leider. Die Fraktur ist ein schwieriges Thema.“

So hat RWE zumindest die Gewissheit, dass man es ohne den Anführer in Fürth hinbekommen muss. „Ich glaube, dass wir nichts zu verlieren haben. Wir sind der Underdog, wir sind der Drittligist“, hebt Gjasula den Essener Vorteil hervor. „Greuther Fürth muss beweisen, warum sie in der 2. Liga bleiben wollen.“ Man wolle so „unangenehm wie möglich sein“. Chancenlos sieht er seine Mannschaft auch in Fürth nicht: „Die haben natürlich Qualität, aber die haben wir auch. Deswegen brauchen wir uns nicht zu verstecken.“
Er behielt Recht: Im Hinspiel verdienten sich die Essener den Sieg mit einer starken Leistung – das galt auch für jene, die Gjasula im Mittelfeld vertraten: Der 21-jährige Gianluca Swajkowski begann und zeigte eine formidable Leistung, bis ihn Ruben Reisig ersetzte (76.). Hier sprach Uwe Koschinat im Anschluss bei Sky sogar von einer „Weltklasse-Einwechslung“. So braucht RWE vor dem Rückspiel ohne Gjasula nicht angst- und bange zu werden.
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Relegation für RWE ganz anders als 3. Liga
Mit den Spielen der 3. Liga seien die beiden Partien gegen den Zweitligisten schwer zu vergleichen, bemerkte Gjasula. In der Drittklassigkeit sei man „immer Favorit – das heißt, du musst was anbieten, musst das Spiel machen.“ Gegen Fürth sei das anders. Tatsächlich versuchten die Gäste auch an der Hafenstraße, das Spiel zu machen, hatten lange die größeren Spielanteile.
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Im Rückspiel werde sich daran nichts ändern, prognostizierte Koschinat: „Da müssen wir von der ersten Sekunde an wehrhaft sein. Auf der anderen Seite wissen wir: Wir haben ein überragendes Umschaltspiel, verdammt schnelle Jungs vorn. Insofern haben wir mit Sicherheit auch Waffen, um unsere Situation noch mehr zu verbessern.“ Auch auf die Gjasula-Vertreter wird es dann wieder ankommen.








