Dramatischer hätte das Drittliga-Finale für Rot-Weiss Essen und den MSV Duisburg nicht enden können. In der Nachspielzeit schoss Ben Hüning RWE beim SSV Ulm 1846 zum 3:2-Sieg, nur wenige Sekunden später scheiterte Duisburgs Mittelfeldspieler Rasim Bulic in der 97. Minute des MSV-Heimspiels gegen Viktoria Köln alleine vor dem Tor und traf nur den Innenpfosten. Die Essener zogen dank des Patzers der Zebras (1:1) in die Relegation ein, der Aufstiegstraum des MSV platzte hingegen aufgrund fehlender Zentimeter. Bei der Bulic-Szene hatte Rot-Weiss Essen den Papst in der Tasche.

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Für göttlichen Beistand konnten einige der rund 5000 mitgereisten RWE-Fans sorgen. Am Morgen vor dem Spiel hatten sich Essener Anhänger eine besondere Aktion im Zentrum der Ulmer Altstadt einfallen lassen. Auf dem Ulmer Münster, mit einer Höhe von über 161 Metern der zweithöchste Kirchturm der Welt nach der Sagrada Família in Barcelona (172,5 Meter), durften die Menschen eine RWE-Fahne bestaunen, die auf über 100 Meter Höhe angebracht worden war. Es war eine sehr kreative und aufwendige Aktion, die sich letztlich ausgezahlt hat.
Rot-Weiss Essen spielt in der Relegation gegen Greuther Fürth
Die Essener Mannschaft erledigte ihre sportlichen Hausaufgaben in Ulm auf den letzten Drücker und erhielt Schützenhilfe von Viktoria Köln. Gegen die Domstädter ließen die Zebras zwei entscheidende Punkte liegen und mussten Rot-Weiss Essen vorbeiziehen lassen. In der Relegation trifft RWE auf die SpVgg Greuther Fürth, den Tabellensechzehnten der 2. Bundesliga. Das Hinspiel findet am Freitag (20:30 Uhr) an der Hafenstraße statt, das Rückspiel am Dienstagabend (26. Mai, 20:30 Uhr) in Fürth.

Auf Essener Seite war die Freude über den überraschenden Einzug in die Relegation groß. In der Gästekurve im Donaustadion brachen nach dem Siegtor von Hüning alle Dämme, einige Fans stürmten den Innenraum, Zuschauer und Spieler lagen sich euphorisiert in den Armen.
RWE-Fans kamen nach Ulm-Sieg zur Hafenstraße
Am späten Abend kamen zahlreiche Anhänger spontan zum Stadion an der Hafenstraße, um den Mannschaftsbus dort gegen 23:15 Uhr in Empfang zu nehmen, der am späten Nachmittag aus Ulm den Heimweg angetreten hatte. Nach zwei Jahrzehnten ohne Zweitliga-Fußball war die Freude enorm, in der Relegation soll die Krönung folgen.








