Direkter Aufstieg, Relegation, Trostpflaster DFB-Pokal oder Blechplatz fünf: All diese Szenarien sind für Rot-Weiss Essen zum Abschluss einer ereignisreichen Drittliga-Saison noch möglich, wenn RWE am Samstag (13:30 Uhr) beim Absteiger SSV Ulm 1846 zu Gast sein wird. Die Ausgangslage ist klar: Essen muss punkten, die Konkurrenten Energie Cottbus (beim SSV Jahn Regensburg) und MSV Duisburg (gegen Viktoria Köln) patzen. Bei einer Niederlage in Ulm könnte Platz vier und somit die DFB-Pokal-Teilnahme noch verloren gehen, sollte Hansa Rostock in Saarbrücken gewinnen.

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Zunächst müssen die Essener ihre eigenen Hausaufgaben machen. Positiv aus RWE-Sicht: Vor dem Saisonfinale hat sich die personelle Lage etwas entspannt. Klaus Gjasula, Lucas Brumme und Franci Bouebari fallen aus, dafür sind Jannik Hofmann und Dickson Abiama im Donaustadion einsatzfähig. Für den zuletzt verletzten Flügelspieler Abiama wird es wohl für eine Joker-Rolle reichen, Hofmann ist hingegen fit genug, um seiner Mannschaft von Beginn an zu helfen.

Rot-Weiss Essen: Dickson Abiama kehrt in den Kader zurück

„Es ist erfreulich, dass es Dickson geschafft hat, seine Intensitäten so zu steigern, dass er in den Spieltagskader zurückkehren und in der Besetzung des Kaders Lucas Brumme ersetzen kann. So haben wir wieder einen starken und ausgewogenen Kader für das Spiel in Ulm zur Verfügung“, sagte RWE-Trainer Uwe Koschinat am Freitag bei der Pressekonferenz.

Rot-Weiss Essen - SC Verl
RWE-Trainer Uwe Koschinat rechnet sich mit seiner Mannschaft noch Chancen auf den Aufstieg aus.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

In dieser Woche habe die Mannschaft die Zeit genutzt, um sich auf alle Eventualitäten am letzten Spieltag vorzubereiten. Laut Koschinat könne das Team im Donaustadion einen wichtigen Beitrag leisten, um am Ende doch noch einen der ersten drei Plätze zu belegen. „Wir wissen, dass wir einen Sieg benötigen, um unsere gute Saison zu einer herausragenden zu machen“, betonte der RWE-Trainer. „Parallel sind wir davon abhängig, dass auf den anderen Sportplätzen die Dinge in unsere Richtung laufen. Daher ging es in dieser Woche darum, dass wir eine Strategie entwickeln, bei der wir die Ulmer entsprechend ernst nehmen und gut analysieren. Wir müssen von der ersten Minute an signalisieren, dass wir dort drei Punkte holen wollen, um Druck auf die anderen Sportplätze zu machen.“

RWE wird in Ulm von über 4000 Fans unterstützt

Begleitet wird die Mannschaft von 4100 RWE-Fans, die die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben haben. Dies solle sich laut Koschinat positiv auf sein Team auswirken. „Bei dem Enthusiasmus, den viele Essener jetzt nach Ulm nehmen, ist das Zusammenspiel zwischen Fans und uns ein sehr wichtiger Faktor.“