Der Aufstiegskampf in der 3. Liga spitzt sich zu – und ein Fanblogger von Rot-Weiss Essen hat sich nun die Mühe gemacht, die Chancen seines Vereins einmal mathematisch durchzurechnen. Hinter dem X-Account „Nullsiebenblog“ steckt ein privater RWE-Anhänger, der mithilfe aller noch möglichen Spielausgänge der Top-5-Teams ein detailliertes Wahrscheinlichkeitsmodell erstellt hat. Das Ergebnis: Essen ist mittendrin im Rennen – aber längst nicht in der besten Ausgangsposition.
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Grundlage der Berechnung sind über 750.000 mögliche Kombinationen der verbleibenden Spiele zwischen den fünf Aufstiegskandidaten. Für jede denkbare Punktzahl wurde analysiert, wie oft ein Team am Ende auf einem Aufstiegsplatz landet. Besonders auffällig: Der VfL Osnabrück liegt mit derzeit 70 Punkten in nahezu allen Szenarien klar vorne und erreicht laut Modell selbst bei vergleichsweise schwacher Punkteausbeute fast immer die Top 3. Dahinter wird es deutlich enger. Logisch, denn RWE (64 Pkt.), Energie Cottbus (63) und der MSV Duisburg (63) begegnen sich fast auf Augenhöhe. Einzig Hansa Rostock (60) muss etwas Federn lassen.
Rot-Weiss Essen: Bei neun Punkten aus vier Spielen steigt das Koschinat-Team zu 90 Prozent auf
Für RWE ergibt sich ein differenziertes Bild. Holt das Team aus den verbleibenden Spielen beispielsweise neun Punkte, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Aufstiegsplatz noch bei über 90 Prozent. Doch schon bei sieben Punkten sinkt sie spürbar auf rund 64 Prozent.

Bei nur fünf Punkten rutscht Essen im Modell sogar unter die 40-Prozent-Marke. Die Rechnung zeigt damit ziemlich deutlich: RWE braucht im Saisonendspurt eine starke Serie, um die Konkurrenz hinter sich zu lassen. So wie die sieben Siege in Serie vor dem Dämpfer in Cottbus.

In der Gesamtbetrachtung aller Szenarien kommt Essen laut der Auswertung auf eine Aufstiegswahrscheinlichkeit von etwa 44 Prozent. Damit liegen die Essener zwar klar im erweiterten Favoritenkreis, aber eben hinter Teams wie Osnabrück, das nahezu sicher oben erwartet wird. Auch Energie Cottbus beziehungsweise der MSV Duisburg sowie Hansa Rostock mischen mit unterschiedlichen, teils deutlich geringeren Wahrscheinlichkeiten noch im Rennen mit.
RWE: Cottbus-Strauchler mit neuer Serie vergessen machen
Besonders interessant ist dabei ein Detail der Berechnung: Da einige direkte Duelle – etwa zwischen Duisburg und Cottbus am 36. Spieltag – noch ausstehen, schließen sich bestimmte Kombinationen gegenseitig aus. Das beeinflusst die Gesamtwahrscheinlichkeiten zusätzlich und macht die Lage noch komplexer.
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Unterm Strich bestätigt die Analyse das Bauchgefühl vieler Fans vor der heißen Endphase: Der Aufstieg ist für Rot-Weiss Essen zum Greifen nah. Zumindest wenn das RWE-Team nicht nochmals wie in Cottbus strauchelt. Oder anders gesagt: Essen hat es noch selbst in der Hand – muss dafür aber liefern. Das ist für die Zweitligazugehörigkeit nicht zu viel verlangt.





